Marmorkuchen. Unser Familienrezept.
Es gibt Dinge, die kommen einfach nie aus der Mode. Zum Beispiel Trenchcoats. Oder Etuikleider. Oder Schottenkaro. Während sich Neon-Leggins und auftoupierte Haare wie in den 80-ern oder Tattoo-Halsbändchen (gab´s in den 90-ern und gibt es offensichtlich zu meinem Entsetzen gerade wieder!) gerne mal abnutzen und nur zeitlich sehr beschränkt wieder “in” werden, kann man bei den zeitlosen Kleidungsstücken nie was verkehrt machen.

Aber auch beim Essen gibt es viele zeitlose Klassiker, die immer wieder gut und gerne gebacken werden und vor allem auch immer wieder supergerne gegessen werden. Auch bei Kuchen. Es sind sozusagen die Allzweckwaffen auf Geburtstagen, kleinen und großen Feiern oder beim Kaffee am Nachmittag. Kreationen, die jeder isst, weil sie jeder mag und mit denen man nichts falsch machen kann. Das sind unter anderem schlichte Käsekuchen, traditionelle Apfelkuchen oder klassische Marmorkuchen.

Letzteren habe ich als Kind schon immer gerne gegessen. Aber nur, wenn ihn meine Mom oder meine Oma gebacken haben. Alle anderen Marmorkuchen kamen geschmacklich nämlich nicht mal annähernd an diese Hörnersche Familienleckerei hin. Nicht mal annähernd!!! Saftig, locker, für uns einfach perfekt. Und irgendwie gehört das ein oder andere traditionelle Rezept doch auf einen Foodblog wie hier, findet Ihr nicht?!

Marmorkuchen. Unser Familienrezept.

Einen einzigartigen Geschmack bekommt der Marmorkuchen zudem durch einen winzig kleinen Schuss Strohrum, der in unserem Rezept in den Teig gerührt wird. Und bevor jetzt irgendwer wegen dem Hochprozentigen anfängt auf die Barrikaden zu gehen: Klar, wenn Kids mitessen (oder Antialkoholiker), dann kann man den Strohrum ja weglassen, wenn man möchte, schmeckt sicher trotzdem richtig gut, aber dennoch: Einen besonderen Touch bekommt der Kuchen damit einfach. Insofern würde ich den Rum zumindest dann mit Rumaroma ersetzen, wenn Ihr keinen Alkohol verwenden wollt. Damit der besondere Geschmack des Kuchens erhalten bleibt.

Das Rezept für den Marmorkuchen aus unserer Familie:

Marmorkuchen. Unser Familienrezept.
 
Zutaten
  • Für einen großen Gugelhupf:

  • 400 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 5 Eier
  • 330 g weiche Butter
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver (15 g)
  • 125 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schuss Strohrum (alternativ Rumaroma)
  • 2 Esslöffel Kakaopulver

  • Zudem:

  • Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 180°C Umluft (200 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen.
  2. Zucker, Vanillezucker, Eier und Butter schaumig rühren. Sodann Mehl, Backpulver, Milch, Salz und Strohrum (oder Rumaroma) dazugeben.
  3. Den Teig zur Hälfte trennen. In die eine Hälfte das Kakaopulver einrühren.
  4. Eine Gugelhupfform fetten und die beiden Teige nacheinander einfüllen, dann mit einem Löffel gut durchmarmorieren.
  5. Den Marmorkuchen ca. 55 Minuten backen. Einen Stäbchentest machen, um sicherzugehen, dass der Kuchen durchgebacken ist. Anschließend auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

 

Marmorkuchen. Unser Familienrezept.

☆ Mara

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10 Kommentare zu Marmorkuchen. Unser Familienrezept.

  1. Sigrid
    28. Dezember 2015 at 0:03 (2 Jahren ago)

    Hallo Mara,
    ich habe ein nahezu identisches Rezept in meinem Archiv, das auch zu meinem erprobten Bestand gehört. Deshalb kann ich – auch ohne Dein Rezept nachgebacken zu haben – sagen: Ein super Kuchen! Der ist auch nach mehreren Tagen noch saftig und nicht so krümelig-trocken, wie man solche Marmorkuchen oft vorgesetzt bekommt.

    Aber: Strohrum MUSS sein! Ich hab’ mal ersatzweise mit ‘nem anderen gebacken und war bereits beim Anschnitt enttäuscht: Der für den Strohrum typische, vanillige Duft hat total gefehlt.

    Du hast mich auf eine Idee gebracht: Ich werde den bisher in der Guglhupf-Form gebackenen Teig mal in der Kranzform backen – da werden die Stücke “zierlicher” und man kann so auch noch vom anderen Kuchen probieren.

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      28. Dezember 2015 at 17:08 (2 Jahren ago)

      Ja, ich finde auch Sigrid, Strohrum MUSS sein. Das macht den Kuchen so besonders.
      Liebste Grüße
      Mara

      Antworten
  2. Sigrid
    28. Dezember 2015 at 22:34 (2 Jahren ago)

    Hallo Mara,
    hab’ gerade Deinen Kommentar gelesen und bringe bei der Gelegenheit gleich noch eine “Botschaft” an, die ich schon seit langem rüberbringen wollte:

    Deine Fotos sind wirklich toll – die würden jedem professionellen Food-“Fotografierer” zur Ehre gereichen. Außerdem weiß man bei Dir wenigstens, dass nicht getrickst wurde, alles genussfähig ist und nicht der besseren Optik wegen halbgar vom Herd oder aus dem Ofen musste – unsereins also die reelle Chance hat, das Rezept irgendwann einmal auch optisch so hinzukriegen, wie’s die Aufnahmen zeigen.

    Ganz besonders fasziniert mich stets das Gestaltungsmittel Tiefenschärfe (korrekt: Schärfentiefe), das Du sehr gekonnt einsetzt. Deine neue Kamera hat ja dafür sicher eine Automatik im Nahaufnahme-Modus, aber selbst wenn man (frau) das nicht manuell einstellen muss, braucht’s doch ein Auge dafür, wie der Hintergrund hergerichtet sein sollte, damit die Unschärfe optimal wirkt und dieser Bereich ebenfalls etwas aussagt.

    Was ich sagen will: Chapeau!

    Liebe Grüße von

    mir

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      3. Januar 2016 at 12:56 (2 Jahren ago)

      Wie lieb von dir Sigrid! Dankeschön 🙂 Das freut mich natürlich ganz besonders zu lesen, dass dir meine Fotos gefallen. Hier versuche ich mich nämlich immer wieder zu verbessern und dazu zu lernen…
      Ich hoffe du bist gut in das Jahr 2016 gerutscht!
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
  3. Babs
    18. Januar 2016 at 8:13 (2 Jahren ago)

    Hi Mara, der sieht klasse aus, werde ich am WE zum Geburtstagskaffee austesten. Kannst Du mir bitte noch helfen den “Schuss” Rum etwas genauer zu definieren? Wäre das etwa ein EL oder zwei oder mehr oder weniger? Vielen Dank. Liebe Grüße Babs

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      18. Januar 2016 at 15:41 (2 Jahren ago)

      Hallo liebe Babs,
      das sind so ca. 1-2 Esslöffel. Je nach Geschmack. Bei mir selbst sind es wohl eher zwei 😉
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
      • Babs
        13. Februar 2016 at 18:22 (2 Jahren ago)

        Hallo Mara,

        schon ein paar Tage her, dass ich ihn getestet habe, aber ich muss sagen: seeehr lecker, ein tolles Rezept.

        Ich plane einen eigenen Backblog und möchte dort tolle Rezepte präsentieren. Dürfte ich Dein Rezept ggf. mit aufnehmen, selbstverständlich mit dem Verweis auf Dich und Deinen Blog?

        Schöne Grüße
        Babs

        Antworten
        • Life Is Full Of Goodies
          19. Februar 2016 at 9:51 (2 Jahren ago)

          Hallo liebe Babs,
          das freut mich, dass dir das Rezept gefällt!
          Ja klaro darfst du das Rezept auf deinem Blog aufnehmen. Ich freu mich darüber!!!
          Liebe Grüße
          Mara

          Antworten
  4. Ina
    23. März 2016 at 12:48 (2 Jahren ago)

    Das ist wirklich der beste Marmorkuchen, den es gibt!
    Ich hab ihn mittlerweile an die 10 Mal gebacken und jedes Mal kommt er wunderbar flaumig, saftig und überhaupt nicht trocken aus dem Ofen!
    Da auch unsere kleine Tochter mit isst, kommt kein Rum in den Kuchen – und ich finde trotzdem, dass er traumhaft schmeckt! Danke für dieses tolle Rezept!!!

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      27. März 2016 at 20:18 (2 Jahren ago)

      Uiiiii, wie schön liebe Ina!
      Das Kompliment muss ich natürlich gleich an meine Mom weitergeben (weil der Kuchen ja von ihr ist), darüber wird sie sich sicher ganz doll freuen!
      Lieben Dank dafür!
      Viele Grüße
      Mara

      Antworten

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