Über Oma´s Geburtstagstorte und rasende Zeit...Mensch Leute, wie die Zeit an einem vorbei rast. Da kommt man manchmal überhaupt nicht mehr mit. War nicht eben erst noch Sommer?! Oder Weihnachten und Silvester?! Und steht jetzt tatsächlich schon der nächste Frühling vor der Tür und damit bald auch der nächste Sommer in den Startlöchern?! Wahnsinn!

Früher, als Kind oder Teenager konnte man das Geschwätz von den Erwachsenen manchmal kaum ertragen. „Jesses, sin dieee groß worre!“ (Für alle Nicht-Badener, das bedeutet so viel wie „Ach du lieber Jesus, sind die (Kinder) aber groß geworden!“) oder „Ach du lieeewe Zeit, wo isch die Zeit nur hie?!“ („Ach du liebe Zeit, wo ist die Zeit nur hin“) waren Ausdrücke, von denen man zwischendurch echt genervt war, empfand man es doch selbst als halbe Ewigkeit, bis endlich die Schule rum war oder die nächsten Ferien vor der Tür standen. Oder bis man endlich endlich 16 war und in die Disko durfte oder irgendwann dann auch mal 18 und damit „erwachsen“.

Tja, bis man 18 war. Genau. Von da an ging es nämlich plötzlich rasend schnell. Das Abitur war in der Tasche und die Welt schien einem offen zu stehen. Man hatte Träume und Visionen bzw. dachte man, man hätte ja eh noch sooooo viel Zeit, da könne man sich konkrete Gedanken über seine Zukunft ja irgendwann mal machen. Es gab keine Grenzen, keine Hürden, gefühlt hätte man wirklich alles erreichen können. Irgendwann. Jetzt war erstmal Zeit zum Entspannen, nachdem man 13 lange Jahre in der Schule gepaukt und nun endlich einen Abschluss in der Tasche hatte.

Ich muss ja sagen, ich ging wirklich gerne in die Schule. Sehr gerne. Ich war eine gute Schülerin, obwohl ich nie viel dafür tun musste. Da ich immer gute Noten hatte, waren auch meine Eltern sehr kulant hinsichtlich meiner Freizeitbeschäftigungen. Sprich, ich konnte (ausnahmsweise 😉 ) auch mal eine Schulstunde ausfallen lassen, wenn ich es selbst für pädagogisch vertretbar hielt, in mein Lieblingscafé flüchten, zufällig meinen Paps treffen (weil er mit seiner Männerrunde dasselbse Lieblingscafé hatte wie ich) und mir von ihm einen Kaffee spendieren lassen, ohne dass es auch nur annähernd Ärger oder Stress gab.

Über Oma´s Geburtstagstorte und rasende Zeit...

Im Gegenteil. Es kam sogar mal vor, dass ich auch die nächste Stunde dann noch ausfallen lies, um mit Papa lieber zum Mittagessen zu den Großeltern zu fahren. Oma und Opa freuten sich, mein Dad dann natürlich auch und ich sowieso. Klar. Hach ja, meine Eltern waren beide einfach schon immer sehr cool. Was übrigens nicht heißt, dass bei uns keine Zucht und Ordnung herrschte. Die herrschte aber sowas von! Vor allem wenn es ums Weggehen abends ging. Ich war immer eine der ersten, die daheim sein mussten, was mir – im Nachhinein betrachtet – keineswegs geschadet hat. Ich würde es bei einem eigenen Kind sicherlich genauso handhaben. Selbstverständlich gab es also zuhause viele Regeln, die unbedingt einzuhalten waren. Aber meine Eltern waren schon immer in der Lage, Situationen bestens einschätzen zu können. Da wurde mal zu- und mal abgegeben. Beim einen durfte ich mehr, beim anderen dafür weniger. Und da ich wie gesagt ohnehin immer gut in der Schule war und das auch bis zum Schluss blieb, war hin und wieder eben auch mal ein kleines „Schwänzerle“ drin.

Hach ja, in Erinnerungen schwelgen macht ab und an ja sooo Spaß. Nichts desto trotz muss man feststellen, dass die Zeit von da an plötzlich begann zu rasen. Ich studierte, hing in der Uni oder der Mensa rum, absolvierte meine beiden juristischen Staatsexamina, arbeitete ein Jahr lang in einem Manager-Job und begann dann meine Rechtsanwalts-„Karriere“. Und plötzlich ist 2016. 2016! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Über Oma´s Geburtstagstorte und rasende Zeit...

Die Zeit rast. Jeder Tag rast. Jeden Morgen habe ich sooo viele Pläne, so viele To-Dos und so viel vor. Und tatsächlich erledige oder schaffe ich jeden Tag auch echt viel. Aber dennoch nur einen Bruchteil von dem, was ich eigentlich alles gerne schaffen würde. So passiert es regelmäßig auch, dass ich einen Blogbeitrag vorbereite, weil ich was leckeres gekocht oder gebacken habe, der Beitrag dann aber nicht gleich fertig wird und anschließend liegt, und liegt, und liegt. Bis er schwarz wird. Oder von mir wiederentdeckt wird.

Wie auch dieser Beitrag hier. Vor lauter lauter (so sagt man das bei uns, wenn man meint „vor lauter Hektik“), habe ich letzten August total versäumt, Euch die Geburtstagstorte von meiner Oma zu zeigen, die ich ihr zu ihrem 80. Geburtstag gebacken hatte. Für diesen Anlass gab es natürlich ein großes Fest. 80. Das ist schon eine stolze Zahl. Aber siehe da, man kann auch in diesem Alter eine wahrlich gute Figur machen. Auch mein Opa, der 84 ist und mit dem ich letzten Winter noch gemeinsam Skigefahren bin (und er mir als richtig guter Skifahrer leider auch regelmäßig davon fuhr……), ist fit, so dass beide auch die Torte und den Tag wunderbar genießen konnten.

Über Oma´s Geburtstagstorte und rasende Zeit...

Da nämlich schon bald wieder der nächste Geburtstag vor der Tür steht, wollte ich Euch die Torte jetzt unbedingt noch zeigen. Es war eine Blaubeertorte, aus saftigem Biskuit, einer lockeren Vanille-Creme, mit frischen Blaubeeren als Füllung sowie auch obendrauf. Verziert wurde die Torte mit kleinen Baisers, die ich einen Tag zuvor hergestellt hatte. Übrigens, die Baisers sollten gut durchgetrocknet sein und erst kurz vor knapp auf den Buttercremeüberzug der Torte gesetzt werden, da sie ansonsten durchweichen. Lecker war´s. Bis zum nächsten Fest…

☆ Mara

8 Kommentare zu Über Oma´s Geburtstagstorte und rasende Zeit…

  1. Simone von Aus der Lameng
    13. März 2016 at 21:02 (1 Jahr ago)

    Der sieht wirklich toll aus, super! Wie hast du denn die Vanillecreme gemacht?

    Liebe Grüße,
    Simone

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      16. März 2016 at 11:49 (1 Jahr ago)

      Dafür hab ich einfach eine ganz normale Buttercreme gemacht und Vanilleextrakt dazugegeben.
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
        • Life Is Full Of Goodies
          20. März 2016 at 12:35 (1 Jahr ago)

          Bin gespannt, ob er dir genauso gut schmecken wird wie mir 🙂

          Antworten
  2. Heide
    14. März 2016 at 14:40 (1 Jahr ago)

    Hallo liebe Mara, wäre es möglich das Rezept für den Kuchen zu bekommen (vllt. per eMail)? Möchte diesen sehr gerne für einen runden Gebrutstag in meiner Familie nachbacken.
    Er sieht wunderhübsch aus und besonders die Ombré Baisers sind der HAMMER!
    Meine Tante wird sich über diese Torte garanteirt sehr freuen…
    Vielen Dank!
    Herzliche Grüße von Badnerin zu Badnerin 😉
    Heide (heide_s@web.de)

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    • Life Is Full Of Goodies
      16. März 2016 at 11:55 (1 Jahr ago)

      Hallo liebe Heide.
      Habe leider kein spezielles Rezept für die Torte. Habe einfach einen ganz normalen Biskuit gebacken, eine leichte Buttercreme gemacht und die Baisers hergestellt. Die Baisers mach ich immer nach Gefühl, da ich ungefähr weiß wie die Eiweißmasse sein muss. Die bestehen ja nur aus Eiweiß und Zucker.
      Das Rezept für den superleckeren Biskuit findest du aber hier:
      http://lifeisfullofgoodies.com/2014/05/11/eine-kleine-erdbeer-holunderblutenmousse-torte/
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
  3. Sabine
    14. März 2016 at 14:46 (1 Jahr ago)

    Die Torte sieht lecker aus und schmeckt sicherlich auch so!
    Aber ein noch groesseres Kompliment an deine Oma,top! Dazu noch eine tolle Figur.

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    • Life Is Full Of Goodies
      16. März 2016 at 11:56 (1 Jahr ago)

      Dankeschön Sabine! Das Kompliment leite ich Oma gerne weiter, da wird sie sich freuen 🙂 🙂 🙂

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