Rhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow FluffMarhsmallow Fluff. Dieses Wort klingt wie Musik in meinen Ohren. Oder eben diese beiden Wörter. Wie auch immer. Dieses Zeug ist monstermäßig gut! Zum ersten Mal aß ich die weiße, zähe, klebrige, zuckersüße und bombenmäßig leckere fluffige Creme als ich mit 13 Jahren in Amerika war. Und sie war ja sooo lecker! Dennoch muss ich sagen, selbst gemachter Marshmallow Fluff schmeckt NOCH besser! Das beweist unter anderem dieser sensationelle Kuchen hier.

Das erste Mal im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das war natürlich ein wahnsinniges Highlight. Alles war größer, schöner und imposanter. Auch die Supermärkte. Heilige Sch…, wart Ihr schonmal in einem typisch amerikanischen großen Supermarkt?! Ist das nicht der Wahnsinn? Die sind sooo rieisg, es gibt unfassbar viele Lebensmittel, unglaublich viel Auswahl. Da steht man dann nicht nur vor einem einzigen Regal Milch, sondern vor einer meterlangen Regalwand voll mit Milch unterschiedlichster Ausführungen. Es gibt nicht nur 20 oder 30 Sorten Cereals, sondern gefühlte 200. Man findet Lebensmittel, die man bei uns hier im Lande noch nie gesehen hat und man entdeckt Neuigkeiten, die man ubedingt probieren muss.

Rhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow FluffRhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow FluffRhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow Fluff

Aber es ist ja nicht nur die Auswahl der verschiedenen Produkte, die einen total überfordert, es sind auch die Größen der einzelnen Packungen. Eine kleine Packung Gummibärchen?! Nee, is´nich, es gibt die süßen Dinger gleich in ganzen Eimern. Ähnlich wie bei uns im Großmarkt. Und um nochmal auf die Milch zurückzukommen: Ein 1-Liter Tetrapack?! Was ist das?! In den USA gibt es die Milch in Kanistern! Gerne auch gleich mit 5 Litern Füllmenge. Ebenso die Fruchtsäfte. So jedenfalls hab ich das von damals noch in Erinnerung…

Rhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow FluffRhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow Fluff

Herrlich war das! Ich sag´s Euch. Ich war damals so geflasht und wollte so viele Produkte probieren, dass ich gar nicht wirklich hinterher kam. Ein Jahr später war ich erneut in Amerika und hatte vier Wochen Zeit, mich durch all die Leckereien zu futtern. Allerdings nicht ohne Konsequenzen. Ich brachte 7 Kilo mehr mit nach Hause. Jedoch nicht als Süßigkeitenvorrat im Koffer, sondern in Form von Gold auf den Hüften. Aber das war´s wert!

Rhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow FluffRhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow Fluff

Das Rezept für den Rhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow Fluff:

Rhabarber-Tarte mit Toasted Marshmallow Fluff
 
Zutaten
Für den Boden:
  • 125 g weiche Butter
  • 275 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 große Eier
  • 150 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100 ml Milch
Für das Rhabarberpüree:
  • 550 g geschälter roter Rhabarber (oder grüner Rhabarber plus 3 Esslöffel Rote Bete Saft)
  • 100 ml Wasser
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver Vanille
Für den Toasted Marshmallow Fluff:
  • 240 g Zucker
  • 240 ml Wasser
  • 3 Eiweiß
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 240 g Puderzucker
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 150 °C Umluft (170 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen.
  2. Die weiche Butter mit 125 g vom Zucker, dem Salz und dem Vanillezucker schaumig schlagen.
  3. Die Eier trennen. Die Eigelbe nacheinander in die Butter-Zucker-Masse einrühren.
  4. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und zusammen mit der Milch ebenfalls dazurühren.
  5. Den Teig schön cremig rühren und in eine gefettete Backform (Durchmesser ca. 26 cm) füllen.
  6. Das Eiweiß steifschlagen, den restlichen Zucker einrieseln lassen und einige Minuten rühren bis der Eischnee schön glänzt und der Zucker sich aufgelöst hat. Diesen sodann auf den Teig streichen, gleichmäßig verteilen und den Kuchen ca. 1 Stunde backen.
  7. Nach ca. 30 Minuten Backzeit die Oberfläche des Baisers (welches im Ofen bereits etwas aufgegangen sein dürfte), mit einem Löffel "zerschlagen" und etwas plattdrücken. Anschließend weiterbacken. Das Baiser ist einfach nur eine Zwischenschicht, die den Kuchen noch leckerer macht.
  8. Für das Rhabarber-Püree den geschälten Rhabarber in Stücke schneiden und mit 100 ml Wasser, dem Vanillezucker und dem Zucker in einem Topf aufkochen. Sofern man keinen roten Rhabarber bekommt, kann man den grünen Rhabarber auch mit 3 Esslöffeln Rote Bete Saft mischen, um ihn zu färben (den Saft schmeckt man nachher nicht raus). Alles einige Minuten kochen bis der Rhabarber weich ist und dann pürieren.
  9. Das Puddingpulver mit 4-5 Esslöffeln Wasser glattrühren und in das kochende Püree geben. Unter Rühren kurz weiterkochen lassen, dann vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und sodann auf der Kuchenoberfläche verteilen.
  10. Nun den Kuchen über Nacht in den Kühlschrank stellen, dabei den Ring der Springform nach wie vor am Kuchen belassen, damit das Püree nicht runterläuft.
  11. Für den Toasted Marshmallow Fluff den Zucker mit dem Wasser in einem Topf aufkochen und ca. 10 Minuten zu einem Sirup einkochen. Danach abkühlen lassen.
  12. Das Eiweiß steifschlagen, das Backpulver und den Vanillezucker dazugeben. Während dem Schlagen nach und nach auch das Zuckersirup einfließen lassen. Den Eischnee nun 8 - 10 Minuten auf höchster Stufe cremig schlagen.
  13. Sodann den Puderzucker dazugeben und nochmal gute 5 Minuten weiterschlagen bis eine zähcremige Masse entstanden ist.
  14. Den Marshmallow Fluff auf den Kuchen geben und mit einem Flambierer die Oberfläche des Fluffs "toasten". Wer keinen Flambierer hat, der kann den Kuchen bei 180 °C Umluft nochmal kurz in den Ofen stellen bis der Marhsmallow Fluff leicht gebräunt ist. Das geht recht schnell, insofern in Ofennähe bleiben
  15. Den Kuchen sodann nochmal in den Kühlschrank stellen bis der Fluff etwas fester geworden ist.

 

Rhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow FluffRhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow Fluff

☆ Mara

8 Kommentare zu Rhabarberpüreekuchen mit Toasted Marshmallow Fluff

    • Life Is Full Of Goodies
      23. April 2017 at 21:01 (1 Monat ago)

      Vielen vielen Dank 🙂

      Antworten
  1. Steffi
    3. Mai 2017 at 17:26 (3 Wochen ago)

    Au ja Marshmallow-Fluff muss es bei mir demächst auch mal wieder mal geben! Soooooo schmackofatz! 🙂
    Danke für die Erinnerung! 😉

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      6. Mai 2017 at 21:52 (3 Wochen ago)

      Find ich auch! Schmeckt soooo gut!

      Antworten
  2. Svenja
    7. Mai 2017 at 15:55 (3 Wochen ago)

    Liebe Mara,

    eigentlich sollte ich mich ja wirklich auf mein Examen vorbereiten und die letzte Rep-Woche nachbereiten, aber natürlich bin ich mal wieder auf deinem Blog verschollen und lasse mich inspirieren, was ich denn als nächstes backen könnte…

    Am liebsten würde ich jetzt vom Schreibtisch aufstehen, Sachenrecht liegen lassen und auf direktem Wege in die Küche verschwinden!
    Gut, dass heute Sonntag ist und ich somit nicht an Rhabarber drankomme, ich befürchte, sonst würde mich meine Selbstdisziplin wieder im Stich lassen.

    Zu deinem Beitrag: Als ich vor 5 Jahren in den USA war, war ich ebenfalls überwältigt von überdimensionierten, meterlangen Supermarktregalen mit unglaublich leckeren Sachen. Ich befürchte, ich kam auch mit einigen Kilos zu viel (sowohl im Gepäck als auch auf den Hüften :D) zurück. Aber wer kann denn schon der (Groß-)Familienvorratspackung an Peanutbutter-M&Ms, Reeses, Hersheys, etc widerstehen?! 🙂

    Dieser leckere Kuchen wird trotzdem demnächst ausprobiert, Rhabarberzeit ist schließlich Kuchenzeit!

    Liebe Grüße
    Svenja

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      7. Mai 2017 at 16:14 (3 Wochen ago)

      Hallo liebe Svenja,
      ja, das stimmt! Die Familienvorratspackungen waren echt unwiderstehlich 🙂
      Ach herrje, du steckst gerade in der Examensvorbereitung?! Da kann ich gut mitfühlen, auch wenn das bei mir nun schon ein paar Jährchen her ist (oder vielleicht sogar noch etwas länger *RÄUSPER). Sachenrecht hab ich noch ganz gern gemacht, aber wenn es ans öffentliche Recht ging… Frag nicht. Furchtbar! 😀
      Jedenfalls drücke ich dir ganz doll die Daumen dafür! Ach und du weißt doch, zwischendurch muss man eh immer mal ein Päuschen einlegen zum Energietanken. Da ist dann bestimmt auch mal Kuchenbacken drin 😉
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
  3. Andrea
    9. Mai 2017 at 14:31 (2 Wochen ago)

    also…ich sach´ mal so: Fluff ohne Kuchen geht auch, gell…. :-)) LG Andrea

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      11. Mai 2017 at 12:24 (2 Wochen ago)

      HAHAHAAA, stimmt! Ist womöglich sogar NOCH geiler als Fluff mit Kuchen! 😀

      Antworten

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