Mit den wunderschönen Fotos von Fräulein K sagt ja

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Wie versprochen kommt hier nun der zweite Teil von meinem Gemüsegarten (den ersten Teil gibt es HIER). Ihr seht einen aktuelleren Stand vom Gemüse, die Fotos hat die liebe Katja von Fräulein K sagt ja geschossen, als sie kürzlich abends mal auf einen Kaffee vorbeikam. Sind die Bilder nicht toll geworden?! Bin ganz verliebt.

Ich muss ja ehrlich sagen, mir macht das Werkeln im Garten wirklich mega viel Spaß! Ich liebe es, in der Erde zu buddeln. Zumindest solange ich Handschuhe anhabe. Wobei, eigentlich könnte ich mir die Gummidinger auch fast sparen, denn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen habe ich danach grundsätzlich schwarze Fingernägel und muss mich erstmal einer Grundreinigung unterziehen. Naja, so isses halt. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Denn mal ganz ehrlich: Nichts macht mehr Spaß als in den Garten zu stapfen und frisches Gemüse zu ernten, welches man direkt im Anschluss zu einem wunderbaren Gericht verarbeiten kann. Zumindest für mich als Foodie gibt es (fast) nichts schöneres.

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Während dem Sommer startet mein Tag grundsätzlich mit einem morgendlichen Rundgang durch mein Gemüsegärtchen. Ich schaue wie es den Pflanzen geht, ob sie genug Wasser haben, wie sie gewachsen sind und ob ich neue Früchte entdecke. Es wird bedarfsgerecht geerntet und ich freu mich wirklich jedes einzelne Mal wie ein Kleinkind, wenn ich mal wieder mein Gemüse gepflückt habe. Da bin ich dann so dermaßen stolz, dass ich es allen Familienmitgliedern, die zufällig in der Nähe sind, unter die Nase hebe und präsentiere. Und wenn grad keiner da ist, dann muss Instagram herhalten bzw. meine Follower, die sich in meinen Instagram Stories manchmal dann zig Takes von irgendwelchem Gemüse angucken “müssen” 😀 .

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil IIEin Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Von meiner erfolgreichen Tomatenzucht habe ich Euch im ersten Teil schon ein klein wenig erzählt. Was ich dieses Jahr ebenfalls im Überfluss habe ist Rote Bete. Wie habe ich das Zeug früher nicht gemocht. Ich kann es gar nicht beschreiben. Mittlerweile liebe ich diese dunkelroten Knollen und die vielen Möglichkeiten, wie man dieses Gemüse verwerten kann. Im Frühjahr habe ich ein Päckchen Rote Rüben Samen ausgesät und tatsächlich ist gefühlt wirklich jeder einzelne Samen angegangen! Das war ja so toll!

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Die Folge war allerdings, dass die Pflänzchen viel zu nahe beieinander standen, so dass ich sie umsetzen und “verziehen” musste. Das hat super geklappt, alle Pflänzchen haben die Prozedur gut überstanden und seit kurzem kann ich täglich Rote Bete ernten. Mein Mann findet das nur minder prickelnd, zumindest seitdem ihm eine Tasse mit Rote Bete Mus beim Öffnen des Kühlschranks entegenkam, an die weiße Wand schleuderte und die dadurch verursachten Flecken auch nach dem vierten Anstrich noch durchschienen. Naja, Shit happens 😉

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Viele von Euch haben mich gefragt, ob ich nicht ein paar meiner Tipps und Tricks verrate, weil mein Gemüse so toll wächst. Ja klar mache ich das, ich erzähle Euch ein wenig von meinem Anbau und von meiner Gemüsegartenroutine. Allerdings gibt es da jedoch gar keine Geheimnisse, sondern nur ein wenig Pflege und ein klitzekleinwenig Glück mit dem Wetter und den Pflänzchen.

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Alsooo, grundsätzlich beginne ich im Frühjahr mit dem Anlegen der Pflanzen. Ich bin immer recht früh dran mit dem Aussäen oder dem Auspflanzen. Wir wohnen in einem recht warmen Ort in der Rheinebene, hier herrscht in der Regel ganz gutes Klima. Man sagt dennoch, dass man beim Auspflanzen am besten die Eisheiligen (die sind Mitte Mai ca.) abwarten sollte, falls nochmal Frost kommt. Ich mache das meistens nicht. Erstens, weil ich es jedes Jahr kaum abwarten kann, den Garten anzulegen, zweitens, weil ich denke: Diejenigen Pflanzen, die die Temperaturen nicht überleben haben halt Pech gehabt. Nur die Harten kommen in den Garten. Oder so ähnlich. Um ehrlich zu sein, halte ich mich ohnehin nicht an allzuviele allgemein gültige Vorgaben in Bezug auf den Garten, sondern ich handle meistens intuitiv. Ist vielleicht nicht immer “richtig”, aber meistens klappt es ganz gut. Und vor allem macht es mir so einfach am meisten Spaß. Und letzteres ist doch auch ein wichtiges Argument.

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Bevor ich pflanze oder aussäe wird zunächst grundsätzlich die Erde im Beet aufgebessert. Es kommt neue Erde dazu, diese wird mit der alten schön vermischt und ich versehe den Boden mit etwas Biodünger. Je nachdem was ich in unserem Gartenraum so finde, kommt auch mal noch ein anderer Bodenaktivator dazu. Was die Erde benötigt, hängt auch etwas von den Pflanzen ab, die angebaut werden sollen. Aber danach habe ich mich ehrlich gesagt noch nie orientiert… Der Boden bekommt einfach etwas Nahrung und gut.

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Oftmals ziehe ich Pflanzen aus Samen, wie dieses Jahr meine Rote Bete (letztes Jahr hatte ich hingegen kleine Pflänzchen gekauft), Pflücksalat, Spinat, Rucola, Radieschen, Rettich, weißer und lilafarbener Kohlrabi, Kapuzinerkresse, Zuckermelonen und sogar Mais (das hat alles super geklappt). Die Pflanzen kann man in der Wohnung vorziehen oder etwas später auch draußen. Des Weiteren kaufe ich viele kleine Pflanzen, z. B. Tomaten, Kürbis, Zucchini, Pepperoni, Gurken in allen Variationen (dieses Jahr bin ich ganz verliebt in meine mexikanischen Minigurken, seht Ihr auf dem nächsten Foto), die dann direkt ins Beet gesetzt werden.

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Ich habe aber auch Gemüse, welches immer im Boden sitzt. Mein Rhabarber z. B. ist mehrjährig, der kommt jedes Jahr aufs Neue. Ich habe klassischen Rhabarber und roten Erdbeerrhabarber. Irgendwann im späten Herbst mache ich die übrigen Triebe ab, damit die Pflanze fürs nächste Jahr Kraft speichern kann. Auch mein Lavendel, mein Sauerampfer, mein Blutampfer, mein Waldmeister und mein Pfeffer ist mehrjährig (ja, ich habe Szechuanpfeffer im Garten).

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Da die meisten meiner Tomaten dieses Jahr im Topf wachsen, habe ich zu jeder Pflanze zu Beginn ein Tomaten-Düngestäbchen in die Erde gesteckt. Ich glaube das hat ihnen gut gefallen, meine Tomatenernte ist momentan echt beachtlich. Die Tomaten gieße ich übrigens bei warmem Wetter jeden Tag und zwar reichlich, allerdings mit einer Gießkanne. Das übrige Beet wird mit einem Sprenger bewässert. Da Tomaten Wasser von oben nicht so mögen, bekommen sie den Sprenger nicht ab.

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Was ich dieses Jahr zum ersten Mal angepflanzt habe sind Süßkartoffeln. Da bin ich ja sooo gespannt drauf! Man erntet sie angeblich am besten dann, wenn die Blätter beginnen gelb zu werden. Süßkartoffeln sind ja Knollen im Boden, insofern weiß man anders nicht wann sie reif sind. Sprich, ich warte einfach ab bis die Blätter an der Erdoberfläche verwelken… Ich probiere ohnehin immer gerne mal wieder neues Gemüse oder auch Obst aus, damit es nicht langweilig wird.

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

So, ansonsten mache ich gar nicht viel. Außer eben regelmäßig gießen. Und alte Triebe oder verdorrte Teile abschneiden und entfernen. Ich achte jedes jedes Jahr darauf, dass ich an gleichen Stellen nicht die gleichen Pflanzen wie das Jahr zuvor setze, sondern mit den Plätzen etwas variiere, aber das war es glaub ich auch schon. Etwas Glück mit dem Wetter gehört wie gesagt einfach auch dazu. So hatten wir dieses Jahr zum Beispiel im Hinblick auf unsere Feigenbäume nicht so viel Glück. Jedes Jahr tragen sie unzählige Früchte, welche bereits früh im Jahr austreiben. Eine einzige schwer frostige Nacht spät im Frühling hat uns dieses Jahr die Ernte echt versaut. Die Früchte sind allesamt abgestorben und es kamen nur wenige neue hinterher. Aber das ist halt die Natur. Unberechenbar…

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

Ach ja, ein brisantes Thema noch zum Schluss: Schnecken. Ja, wir haben auch extrem viele Schnecken im Garten, die sich auf das Obst und Gemüse stürzen. In manchen Jahren mehr, in manchen weniger. Gegen Schnecken ist leider kein Kraut gewachsen. Klar, man kann Fallen aufstellen (Bierfallen z. B.) und man kann Schneckenkorn streuen. Funktioniert beides bedingt. Ich versuche weitestgehend darauf zu verzichten. Der einzige Zeitpunkt, an welchem ich gegen Schnecken gezielt vorgehe ist, wenn die Salatpflanzen noch sehr jung sind. Die werden ansonsten nämlich ratzfatz weggefressen. Seit letztem Jahr haben wir rund ums Beet zudem auch noch einen “Kupferzaun”, der die Schnecken angeblich abhält, weil sie Kupfer nicht passieren wollen. Mmh, ob das jetzt wirklich hilft, ich weiß es nicht. Ich kann Euch zumindest sagen, dass es bei uns schon öfters mal den ein oder anderen Schnecken-Sammel-Abend gab, an welchem wir ´ne Stunde durch den Garten sind, die kleinen Tierchen aufgesammelt haben und nebenan auf der Wiese oder im Kompost wieder ausgesetzt haben 🙂

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

So, ich hoffe es hat Euch ein wenig Spaß gemacht, mal in meinen Gemüsegarten zu schauen. Vielleicht konnte ich den ein oder anderen ja inspirieren, auch mal was im Garten oder in einem Kübel anzubauen. Spaß macht es auf jeden Fall!

Ein Blick in meinen Gemüsegarten - Teil II

☆ Mara

14 Kommentare zu Ein Blick in meinen Gemüsegarten – Teil II

  1. Constanze
    22. Juli 2017 at 10:18 (5 Monaten ago)

    Was für schöne Fotos! Und natürlich ein großartiger Gemüsegarten! Gerade tut es mir etwas leid, dass wir in der neuen Wohnung nur einen winzigen Balkon haben werden… 🙂 Alles Liebe, Constanze

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      25. Juli 2017 at 17:32 (5 Monaten ago)

      Aber ihr habt immerhin einen Balkon 🙂 Da kann man vielleicht ja auch den ein oder anderen Kübel stellen 🙂

      Antworten
  2. Silvia
    22. Juli 2017 at 11:41 (5 Monaten ago)

    Toller Garten- schöne Fotos! Du hast wirklich viele Talente und ich bewundere dich dafür was du alles schaffst!
    Darf ich dich fragen, welche Beeteingrenzungen du hast? Bin auch grad dabei meinen Garten für nächstes Jahr zu planen…..
    Lg Silvia

    Antworten
    • Der Mann
      22. Juli 2017 at 12:46 (5 Monaten ago)

      Die Beeteinfassungen sind aus 6mm dickem Stahl, 20cm breit und 2m lang. Mit dem Gummihammer mühsam in den Boden geklopft. Werden demnächst der Optik wegen noch miteinander verschweißt.

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      • Life Is Full Of Goodies
        25. Juli 2017 at 17:35 (5 Monaten ago)

        Danke fürs Antworten Schatz 🙂

        Antworten
    • Der Mann
      22. Juli 2017 at 12:47 (5 Monaten ago)

      Die gibt es leider nicht im freien Handel, sondern waren eine Spende aus Opa’s Tankbaubetrieb. 🙂

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    • Life Is Full Of Goodies
      25. Juli 2017 at 17:34 (5 Monaten ago)

      Vielen vielen Dank liebe Silvia! 🙂
      Hab gesehen, dass “der (mein) Mann” dir in den Kommentaren bereits geantwortet hat 😀 Da kam er mir zuvor.
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
  3. Die Chrissy
    22. Juli 2017 at 12:03 (5 Monaten ago)

    Dein Garten ist echt ein Traum und du kannst locker mit meinem Papa mithalten:-) früher waren Opa und ich oder mein Onkel und ich auch immer auf Schneckenjagd und auch Kartoffelkäfer durfte ich sammeln gehen

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    • Life Is Full Of Goodies
      25. Juli 2017 at 17:34 (5 Monaten ago)

      Hahahahaaa, als Kind macht das wahrscheinlich noch etwas mehr Spaß… 😀

      Antworten
  4. Melli
    28. Juli 2017 at 18:21 (5 Monaten ago)

    Hi Mara,
    dein Gemüsegarten ist total beeindruckend, v.a. die vielen verschiedenen Salate haben es mir angetan. Im nächsten Jahr muss ich schauen, ob ich die Minigürkchen auch irgendwo entdecke, die sind total putzig.
    LG Melli

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    • Life Is Full Of Goodies
      21. August 2017 at 18:51 (4 Monaten ago)

      Jaaa, die Minigürkchen waren dieses Jahr auch mein Favorit! Sind kein Geschmackswunder, sind halt Gürkchen, aber trotzdem lecker und vor allem sooo putzig! 🙂

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  5. Marls
    5. August 2017 at 22:12 (4 Monaten ago)

    Mein Opa sammelt die Schnecken ein und ertränkt sie in Salzwasser, babarisch aber effektiv an manchen abenden sind es so um die sechzig :O

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    • Life Is Full Of Goodies
      21. August 2017 at 18:52 (4 Monaten ago)

      Ja, irgendwie muss man sein Gemüse ja schützen, denn die Schnecken fressen manchmal wirklich alles ab 🙁 Da hilft halt als nix anderes…

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