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Brombeermarmelade mit Vanille und Cointreau

Brombeermarmelade mit Vanille und CointreauAuf der Wiese hinterm Haus gibt es Brombeersträucher. Viele viele viele Brombeersträucher. Die wachsen und wuchern. Das ist natürlich ein Grund für mich, alljährlich ein klein wenig aus dem Häuschen zu sein, wenn die dunkellila Früchte endlich wieder reif sind. Da gibt´s kein Halten mehr, da geht es zum Brombeerzupfen.

Selbst zu pflücken macht ja so unglaublich viel mehr Spaß, als das Obst einfach „nur“ zu kaufen. Mal ganz abgesehen vom gesparten Geld. Man hat irgendwie auch zehn Mal mehr Freude daran, wenn man selbst sammelt.

Die Gummistiefel an und ab in die Hecken!

Zugegeben, eigentlich sollte man sich nicht nur mit dem entsprechenden Schuhwerk ausstatten, sondern auch mit Handschuhen, langen Hosen und einem langärmeligen Oberteil. Denn diese Sträucher sind wirklich gemeingefährlich. Extrem spitze Dornen, die einem schön die Arme und Beine aufkratzen. Vorallem wenn man sich mit einer Sense durch´s Gebüsch schneiden muss, um an die süßen Prachtstücke zu gelangen.

Hach ja, als würde ich das nicht alles wissen… Dennoch kommen bei mir in der Regel lediglich die Gummitreter zum Einsatz. Für alles andere ist meistens einfach keine Zeit. Wenn ich nämlich urplötzlich auf die Idee komme, dass ich GENAU JETZT SOFORT zum Brombeerernten gehen will, dann bleibt für Schnick-Schnack einfach keine Minute mehr über. Man muss ja schließlich Prioritäten setzen.

Und so kommen eben jedes Jahr ein paar neue Dornen-Kratzer hinzu. Macht aber nix, die meisten davon heilen wieder. Und die anderen… die werden mich immer an das alljährliche Brombeerpflücken „früher“ erinnern, nachdem die Büsche nun bald verschwunden sein werden, um der dort entstehenden Wohnbebauung zu weichen…

Hier mein etwas abgewandeltes Rezept aus dem Buch „Die Einkochbibel“ vom Löwenzahnverlag für leckere Brombeermarmelade mit Vanille und Cointrau:

2 Vanilleschoten

1 kg Brombeeren

Saft von 1 Zitrone

1 Teelöffel Zitronensäue (wahlweise auch einfach den Saft von 2 Zitronen)

3 Päckchen Vanillezucker

3 Esslöffel Cointreau (mit dem Alkohol muss übrigens nicht so sparsam umgegangen werden!)

1 kg Gelierzucker 1:1

Die Vanilleschoten aufschlitzen und auskratzen.

Die Brombeeren waschen und mit dem Saft der Zitrone (-n), der Zitronensäure, dem Vanillemark und den Vanilleschoten ca. 10 Minuten leicht wallend vor sich hin köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Dann die Vanilleschoten entfernen.

Den Cointreau, den Vanillezucker sowie den Gelierzucker zu den Brombeeren geben und unter gleichmäßigem Rühren für weitere 5 Minuten kochen. ACHTUNG HEIß! Fast nichts wird in der Küche so heiß wie kochender Zucker, also beim Umrühren und späteren Abfüllen immer aufpassen.

Die noch heiße Marmelade in saubere Gläser abfüllen (das geht am besten mit einem Trichter), Deckel verschließen und umgedreht abkühlen lassen.

Kühl und dunkel lagern.

Schmeckt herrlich nach Hochsommer…

Brombeermarmelade mit Vanille und Cointreau

☆ ☆ ☆ 

Die Einkochbibel

☆ Mara

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Bepflanzte Baumstümpfe

Bepflanzte BaumstümpfeDie zwei riesigen alten Weiden im Garten meiner Eltern…

In Kindertagen dienten sie uns („uns“, das waren hauptsächlich mein Bruder und ich, zusammen mit meiner Cousine und meinem Cousin) als Baumhaus. Zumindest eine davon. Da gab es einen Stumpf, der die Küche darstellte und einen anderen, auf dem wir schliefen. Theoretisch. Es gab auch ein Bad in unserem Baumhaus. Und natürlich eine Eingangstür.

🙂 Ein schöner Ort 🙂

Ich erinnere mich sogar noch an eine Zeit, zu der die Bäume noch nicht von Garten umringt waren, sondern von einem riesengroßen Brennesselfeld und Wiesenblumen. Das hinderte uns allerdings nicht daran, schon damals unser „Heim“ in Beschlag zu nehmen. „Brennesselbobbel“ nahmen wir in Kauf. Und davon hatten wir am Ende des Tages manchmal wirklich viele… Aber gut, das Brennesselfeld um unser Baumhaus herum hatte ja auch sein Gutes: Es hielt fremde Eindringlinge ab!! Die konnten wir nämlich nicht brauchen, die waren unerwünscht. Schließlich war es ja „UNSER“ Baumhaus.

Aber das ist nun wirklich schon seeeeehr lange her. Später wurde dann vielmehr ein Garten um die Bäume herum angelegt.

baum2

Was uns alljährlich daran erinnerte, dass sich die Weiden im Garten nach wie vor in bestem Zustand befanden, waren die rießigen weißen Pollenbüschel, die im Frühjahr durch unsere ganze Straße wehten.

Bepflanzte Baumstümpfe

Aber wie es im Leben so ist, hat auch ein Baum mal seine besten Jahre hinter sich gelassen. Die Weiden wurden morsch und mussten irgendwann dann auch mal abgesägt werden. Was zurückblieb waren die Baumstümpfe dieser Gartenriesen, welche meine Eltern nicht entfernen wollten.

Warum auch. Sind wir doch alle in der Familie mit einer gewissen Kreativität ausgestattet 😉 , so dass man auch aus alten Baumstümpfen was Hübsches herstellen konnte.

Bepflanzte BaumstümpfeUnd damit die alten Stümpfe nicht nur einfach im Garten rumstehen wie bestellt und nicht abgeholt, hat sie Mom einfach mit bunten Blümchen bepflanzt. Und schon war das Ganze wirklich eine Augenweide.

Blumen sind sowieso immer hübsch. Je bunter desto besser. Leuchtende Farben sind gut für die Seele. Und zum Bepflanzen muss es auch nicht immer der stinknormale 0815-Topf sein. Bepflanzen kann man alte Schalen, Tassen, Körbe, … der Kreativität muss man einfach ein wenig freien Lauf lassen. Deshalb mein Tipp: Nicht immer alles gleich wegschmeißen, erstmal schauen , ob man es nicht bepflanzen kann! Viele alte Dinge erscheinen dann plötzlich in ganz neuem Glanz.

So auch die Baumstümpfe.

Offensichtlich waren die Weiden selbst von ihrem neuen Gewand ebenso begeistert. Die Bäume haben mittlerweile nämlich angefangen, wieder zu sprießen……..

Bepflanzte Baumstümpfe

Hach ja, die Kindheit war schon was tolles… Wie einfach man da zufrieden zu stellen war 😉 Ich denke gerne zurück an die Tage in „unserem“ Baumhaus.

Bepflanzte Baumstümpfe

☆ Mara

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Amerikanischer Zucchinikuchen

Amerikanischer ZucchinikuchenDie Zucchini-Schwemme hat begonnen. Wie jedes Jahr ertrinken wir in Zucchini!!!!!!!!!!!!!!!!! HILFE!!

Meine Mom nimmt sich im Frühjahr alljährlich Folgendes vor: „Dieses Jahr setze ich nur 2 Zucchini-Pflanzen in den Garten. Nicht mehr! Definitiv!!!!“.

Ja, is´klar. Funktioniert auch alljährlich immer wieder fantastisch. Da werden erst die Zucchini-Samen ausgesät und danach dann auch noch die Pflänzchen gekauft. Viele Pflänzchen. Bei den Samen „tut“ sich nämlich zu lange nix. Die könnten im schlimmsten Fall ja garnicht angehen. Dann hätte man überhaupt keine Zucchini. Wäre ja auch doof. Deshalb greift man mal noch zu den kleinen Pflänzchen, die man im Gartencenter findet.

Kurz darauf sieht man in der Pflanzenabteilung im Baumarkt auch noch tolle günstige Pflänzchen im Angebot! Die MUSS man ja mitnehmen! Für DEN Preis macht man ja nix verkehrt. Und manchmal verreckt die ein oder andere Jungpflanze ja auch. Ach, und eine geeeelbe Zucchini!! Na davon nehmen wir auch mal noch zwei mit. Zwei, weil eine davon ja vielleicht nicht anwächst………….

Zur Überraschung aller keimt jedes Jahr dann aber doch JEDER einzelne Samen und es wächst auch wirklich JEDE einzelne Pflanze an. Das End vom Lied?!!!! Das fragst Du jetzt nicht wirklich, oder?! Zucchini-Überfluss ist garkein Ausdruck!

Das gleiche Spiel läuft einige Häuser weiter leider ganz genauso ab. Nämlich bei mir.

Himmel HILF!!!!

Bei dieser Unmenge an Zucchini muss man sich daher ganz schön viel einfallen lassen!

Deshalb gab es bei Mom nun diesen amerikanischen Zucchinikuchen mit Honig und Ahornsirup. Perfekt zum Nachmittagskaffee. Und ganz amerikanisch gibt es das Rezept heute auch mal in „Tassen“-Mengenangabe! Hierfür benutzt Ihr einfach eine mittelgroße Kaffeetasse, welche ca. 250 ml fasst.

Das Rezept:

2 Tassen geraspelte Zucchini

3 Eier

1 Tasse Öl (neutral, z. B. Rapsöl)

1 Tasse Honig

1 Tasse Ahornsirup

1 Vanilleschote

4 Tassen Weizenvollkornmehl

1 Päckchen Backpulver

1 Teelöffel Zimt

1 Teelöffel Salz

1/2 Tasse Walnüsse, gehackt

Vollmilch oder Zartbitter Kuvertüre

Die Zucchini waschen und raspeln. Die Eier schaumig schlagen. Mit dem Öl, Honig und Ahornsirup mischen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark dazugeben und verrühren. Die Zucchiniraspel unterheben.

Das Mehl, Backpulver, Zimt und Salz mischen und dazugeben. Alles zu einem glatten Teig verrühren.

Zum Schluss noch die Nüsse untermischen und den Kuchen in eine gefettete Springform füllen.

Bei 180 Grad ca. eine Stunde backen. Den Stäbchentest machen. Wenn beim Reinspießen des Stäbchens kein Teig mehr daran hängen bleibt, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen auskühlen lassen.

Die Kuvertüre klein hacken, im Wasserbad schmelzen und dann über den Kuchen geben.

Wer will kann den Kuchen übrigens noch mit Ahornsirup servieren. Seeeehr „AMERICAN“ 😉

Amerikanischer Zucchinikuchen

☆ Mara

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