Himbeermacarons Letztes Wochenende ging es in die Stadt der Liebe. Paris.

Unglaublich schön, unglaublich gutes Baguette. Und vorallem: Unglaublich leckere Macarons!! Sozusagen ein Himmelreich für uns „verfressenes Pack“ :-) . Diese bunten Mandel-Baiser-Teilchen lachen einen dort aus jedem Schaufenster der unzähligen Pâtisserien an. Und jedes einzelne Macaron war einfach göttlich!

So göttlich, dass mich – kaum wieder zurück in Deutschland – der Ehrgeiz packte und ich ebenfalls welche backen musste.

Die letzten zwei Jahre habe ich viele Macaronrezepte ausprobiert. Die Zutaten für die Macaronschalen sind immer dieselben, aber im Herstellungsprozess unterscheiden sie sich durchaus. Es gibt sehr aufwendige Verfahren, bei denen zum Beispiel noch heißer Zuckersirup verarbeitet wird, aber es gibt auch schlichte Rezepte. Und da ich meistens zur einfacheren Alternative tendiere, sofern diese etwas taugt, habe ich mich für dieses Rezept entschieden. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mit den aufwendigen Verfahren bislang noch keine besseren Ergebnisse erzielt habe als mit diesem hier.

Bei der Füllung hingegen gibt es im Hinblick auf die Zutaten zig Varianten. Mal sind die Schälchen mit Butter- oder Sahnecreme gefüllt, manchmal mit Ganache oder Nougat oder auch mit Fruchtaufstrich. Im Laufe der Zeit werde ich Euch sicherlich einige meiner Rezepte vorstellen. Heute jedoch konzentrieren wir uns auf die Herstellung der Schalen, deshalb gibt es eine einfache Himbeerfüllung aus Fruchtaufstrich.

Die Herstellung der Schalen ist im Übrigen der Weg zum Ziel, mit dieser steht und fällt der Macaron. Insofern gut aufpassen!

Für die Macarons (ca. 20-22 Stück) braucht ihr:

90 g geschälte, gemahlene Mandeln

150 g Puderzucker

2 Eiweiß (genau 72 g!!! Kein Scherz!)

20 g Zucker

rote Lebensmittelfarbe (keine flüssige, sondern Paste oder Pulver)

Für die Füllung: Einen guten Himbeer-Fruchtaufstrich

Zuerst müsst ihr die Mandeln mit dem Puderzucker mischen und sieben. Diese Prozedur ist nicht sinnlos, sondern dient dazu, dass die Macarons später ihre typisch glatte Oberfläche bekommen. Manche mixen die Mischung sogar nochmal im Elektromixer durch, um sie noch feiner zu machen.

Dann das Eiweiß steif schlagen. Sobald es anfängt, fest zu werden, langsam den Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen. So lange, bis das Eiweiß ganz fest und cremig geworden ist. Hier gilt: Lieber zu lange als zu kurz. Zum Schluss noch die Lebensmittelfarbe dazugeben, soviel bis die gewünschte Farbe erreicht ist.

Sodann 1/3 des Mandel-Puderzucker-Gemischs zum Eiweiß geben und unterheben, bis eine glatte und gleichmäßige Masse entstanden ist. Dann das 2. Drittel zum Eiweiß dazugeben und ebenfalls unterheben. Mit dem Rest ebenso verfahren und alles sehr sehr lange sanft vermischen, immer und immer wieder. Die Masse muss wie eine dicke Paste aussehen und es sollte sich keine Luft mehr darin befinden, da die Macarons sonst später Bläschen bekommen. Etwas langwierig die andauernde  Unterheberei, muss aber sein.

Die Paste dann in einen Spritzbeutel füllen und kleine Tupfen (insgesamt ca. 40 – 44 Stück, ca. 3 cm Durchmesser) auf ein Blech (bzw. zwei Bleche) mit Backpapier oder auf eine Macaronmatte aufspritzen. Die Masse verläuft noch etwas, insofern nicht zu große Tupfen spritzen.

Dann ein sehr wichtiger Schritt: Die Macarons stehen und antrocknen lassen. Weshalb?! Damit die Macaronoberfläche beim Backen nachher nicht reißt, sondern glatt bleibt.

Dann könnt ihr den Backofen vorheizen auf ca. 140 Grad. Hier muss man sich bzw. seinen Ofen im Hinblick auf die perfekte Gradzahl und Backzeit einfach ausprobieren, da jedes Gerät etwas anders ist und das Ergebnis daher variieren kann.

Die Macarons ca. 12 – 14 Minuten backen. Ich lasse sie eigentlich immer 14 Minuten drin, da ich ansonsten schon des Öfteren Probleme beim Ablösen hatte. Kommt aber auch etwas auf die Größe der Macarons an.

Nach der Backzeit raus aus dem Ofen und das Backpapier oder die Matte mit den Macarons gleich runter vom heißen Blech, damit sie nicht nachbacken und zu fest werden. Aber vorsichtig, die Teilchen sind empfindlich! Komplett auskühlen lassen.  In der Zwischenzeit den Himbeer-Fruchtaufstrich pürieren und ganz leicht im Topf erwärmen, damit er ein klitzekleinwenig flüssiger wird und sich besser verarbeiten lässt.

Die Macarons vom Backpapier oder der Matte lösen, auf je ein Schälchen einen Kleks Püree setzen, ein zweites Schälchen obendrauf. Fertig.

Ich persönlich bewahre die Macarons übrigens im Kühlschrank auf, weil ich die Konsistenz dann am besten finde, aber das ist reine Geschmackssache.

Bon appétit!

Himbeermacarons

kl

Schön war´s…

☆ Mara

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