Lavendelgelee…Nicht nur zum Käse der Knaller!!!

Zugegeben, dieses Rezept hier ist was für Mutige. Sehr speziell, sehr polarisierend. Entweder du liebst es, oder du findest es schlichtweg grässlich.

Vor 2 Jahren hatte ich im Garten blühende Lavendelbüsche „en masse“. Was also damit tun, hübsche Anti-Mottensäckchen aus Organza für den Kleiderschrank hatte ich daraus bereits schon so dermaßen viele hergestellt, ich hätte damit wohl das größte Klamottenlager der Welt ungezieferfrei bekommen. Nun gut, ich hatte immer noch jede Menge von dem duftenden zartlila Zeugs. Also musste noch was anderes her.

Und auf der Suche nach einer sinnvollen Verwertung für die Blüten stieß ich auf ein Lavendelgelee-Rezept, welches ich unbedingt ausprobieren wollte. Ich muss ja gestehen, zunächst schmeckte es mir gar nicht sooo arg. Aber ich hatte viele der Gläschen verschenkt und die Nachfrage wurde im Folgenden zum Teil so groß, dass ich das Gelee seitdem immer wieder herstelle.

Mittlerweile esse ich es sogar selbst total gern! Deshalb bekommt Ihr das Rezept nun ebenfalls kredenzt.

Am allerleckersten ist dieses Gelee allerdings zu Käse!!! Zumindest für mich. Und ich bin mir auch sicher, wer gerne Marmelade, Feigen-, Birnensenf oder sonstige süße Aufstriche zum Käse isst, der wird dieses Gelee dazu ebenso lieben!!!

Das Gelee in meinem Rezept wird nicht sehr fest, sondern bleibt schön weich. Ich mag Gelee nicht, das nahezu schnittfest wird und sich nur schlecht auf dem Brötchen verteilen lässt. Wer es hingegen fester möchte, der sollte den Gelierzucker entsprechend anpassen.

Das Lavendelgelee ist übrigens ein hübsches und vor allem auch besonderes Mitbringsel aus der Küche! Ich hatte einige Gläser davon zum Beispiel letztes Jahr bei einem großen Dinner mit Freunden als Gastgeschenk und gleichzeitig Platzschild auf den Tellern angerichtet. Farblich abgestimmt zur restlichen Tischdeko. Sah total hübsch aus. Nette kleine Gläschen zum Einfüllen benutzen, eine schöne Serviette über den Deckel stülpen und eine Schleife mit Namensschild drumrum. Perfekt.

Wenn ihr also auch Bedarf habt, Euren Lavendel sinnvoll zu verarbeiten, dann gibt es hier das Rezept für das Lavendelgelee:

25 – 30 g Lavendelblüten (je nach Intensität der Blüten. Hier muss später einfach ein wenig abgeschmeckt werden. Ist einem der Lavendelgeschmack in der Flüssigkeit zu intensiv kann man noch Apfelsaft, Wein oder Wasser nachschütten mit entsprechendem Anteil Zucker)

Kleiner Nachtrag: Ihr könnt auch getrocknete Lavendelblüten benutzen, meine liebe Leserin Larissa hat es ausprobiert, sie hat ca. 3 Teelöffel getrocknete Blüten verwendet.

250 ml süßer Weißwein

1 Liter Apfelsaft naturtrüb

350 ml Wasser

900 g Gelierzucker (2:1)

einen guten Schuss Cointreau (kann man auch weglassen, wenn man will, gibt aber zusätzlich nochmal eine feine Note)

Die Lavendelblüten frisch ernten und am Stängel lassen, die einzelnen kleinen Blüten nicht abrebeln. Die Stängel der Lavendelblüten bis unmittelbar unterhalb der Blüten abschneiden. Die Blüten waschen und auf einem Tuch etwas trocknen lassen.

Den Wein, den Apfelsaft und das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Lavendelblüten hineingeben und kurz mit aufkochen lassen. Dann die Flüssigkeit 10 Minuten ziehen lassen und danach durch einen Sieb abseihen und auskühlen lassen.

Den Gelierzucker hinzufügen und nach Packungsanweisung kochen.

Zum Schluss noch den Cointreau dazugeben, Gelierprobe machen und alles noch heiß in verschraubbare Gläser füllen. Die Gläser umgedreht auskühlen lassen.

Und jetzt noch einen guten Käse organisieren…

Lavendelgelee

☆ Mara

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10 Kommentare zu Lavendelgelee

  1. marbert
    25. Juli 2013 at 9:47 (6 Jahren ago)

    Genau mein Ding! Dazu ein provencalischer Weichkäse. Provence passt ja zum Lavendel am Besten, mmmmmmh, herrlich.
    Schmeckt aber auch mit einem etwas härteren Bregenzer Bergkäse. Aber Weißbrot muss sein. Ich steh ja auf Butter unter dem Gelee. Sehr fein! Da braucht man eigentlich noch nicht mal eine Käse.
    Das zweite Glas ist fällig. Danke, Mara!

    Antworten
  2. Sarah
    25. Juli 2013 at 16:16 (6 Jahren ago)

    Mhmm das sieht ja köstlich aus!;) Tolle Bilder!
    Liebe Grüße,Sarah

    Antworten
  3. marbert
    30. Juli 2013 at 8:53 (6 Jahren ago)

    Die Hammerversion von diesem Gelee: Ein paar Lavendelblüten ohne Stiel wurden mitgekocht und dadurch ganz weich und essbar und entwickelten ein echt umwerfend feines, frisches Aroma. Jeder am Tisch wollte eine von den Blüten aus dem Glas stiebitzen. Eigentlich sonderbar, dass es das nicht überall zu kaufen gibt. Es wäre ein Hit.

    Antworten
    • lifeisfullofgoodies
      31. Juli 2013 at 11:52 (6 Jahren ago)

      Oh toll, das freut mich so, dass das Gelee so gut ankommt!!!
      Ich werde die Produktion nächstes Jahr mal hochfahren!! :-) :-) :-)

      Antworten
  4. Michaela Baumgartner
    15. August 2013 at 16:44 (6 Jahren ago)

    Tolles Rezept. Muss ich unbedingt ausprobieren. Geht das ganze auch mit getrockneten Lavendelblüten ?
    Liebe Grüße Michela

    Antworten
    • lifeisfullofgoodies
      15. August 2013 at 16:51 (6 Jahren ago)

      Hallo Michaela,
      Ja, das geht auch mit getrockneten Blüten. Eine meiner Leserinnen, Larissa, hat es probiert. Sie hat 3 Teelöffel getrocknete Blüten dafür benutzt.
      Liebe Grüße!

      Antworten
      • Michaela Baumgartner
        15. August 2013 at 16:55 (6 Jahren ago)

        Vielen lieben Dank, werde ich dann am Wochenende ausprobieren.

        Antworten

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