cro1YEAHHH! Es gibt Cronuts.

Cronuts sind DAS Trendgebäck aus New York. Die MUSS man jetzt einfach kennen! Und probieren!!

Aber was sind Cronuts denn eigentlich?? Erfunden hat es vor kurzem der Konditor Dominique Ansel, welcher eine Bäckerei im Stadtteil Soho in New York betreibt. Herr Ansel ist kein Unbekannter in der Branche, sondern hat sich trotz seiner jungen Jahre mit seiner bisherigen erfolgreichen Karriere bereits einen Namen gemacht. Und nun hat er den Cronut erfunden. Halb Croissant, halb Donut. Cronuts eben. Ein Gebäck in Form eines Kringels aus geschichtetem Croissantteig, der in Öl ausgebacken und dann mit einer Creme gefüllt wird.

Die New Yorker stehen derzeit Stunden (!!! Kein Witz!!!!) vor Ladenöffnung vor Dominique Ansel´s Bäckerei, nur um einen der begehrten Cronuts zu ergattern. Da jeden Tag lediglich eine begrenzte Menge hergestellt wird, darf auch jeder Kunde nur zwei (!!!! Auch kein Witz!!!!) der Teilchen kaufen.

Auch die ganzen Promis wollen den neuesten Backtrend natürlich testen! Sie lassen sich dafür einfach auf lange Wartelisten setzen, um an diese seltene Ware zu gelangen. Wenn ein Cronut geliefert wird, kann er daher schon mal richtig teuer werden (obwohl er in der Bäckerei bereits schon stolze 5 Dollar kostet, was ca. 3,78 € entspricht).

Ein Hype, wie ihn irgendwie nur Amerika auslösen kann.

Die Cronuts schmecken auch typisch amerikanisch. Süß, fettig, schwer, aber wirklich einfach megalecker!!!!!!! Frisch natürlich mit Abstand am aller aller aller besten!!

Ich habe die letzten Tage gleich eine ganze Batterie verschiedenster Cronuts gebacken. Schließlich will man ja mitreden können. Eine große deutsche Tageszeitung hat die Cronuts vor einigen Tagen mit einem Blätterteig nachgebacken. Blätterteig ähnelt einem Croissantteig, ist aber dennoch nicht dasselbe. Und da der originale Cronut eben aus Croissantteig hergestellt wird, habe ich selbstverständlich auch solchen verwendet.

Und das erste Ergebnis zeige ich Euch hier mit einer ausführlichen Anleitung zum Nachbacken.

Einen Cronut, gefüllt mit einer Bayerischen Vanillecreme.

Für 4 Cronuts braucht Ihr:

2 Packungen frischen Croissantteig (die Rollen in der Kühlabteilung im Supermarkt, aus welchen man sechs Croissants herstellen kann)

1 Liter neutrales Öl (ich habe Rapsöl benutzt) zum Frittieren. Der Cronut muss nachher im Öl schwimmen können!

Zucker zum Wälzen der Cronuts

Lange Spritztülle zum Befüllen der Cronuts

einen großen und einen kleinen Ausstech-Ring

Kleine Anmerkung: Ihr könnt den Croissantteig natürlich auch selbst herstellen. Hierbei handelt es sich um eine Art Blätterteig, der ebenso mehrmals eingeschlagen und gewalzt wird, nachdem eine Schicht Butter aufgetragen wurde. Aber die Herstellung erfordert ein wenig Zeit und ist auch überhaupt nicht notwendig, da die käuflich angebotenen Croissantteige sehr gut und für die Cronuts auch bestens geeignet sind.

cro11Für die Füllung:

2 Blatt weiße Gelatine
1/2 Vanilleschote (oder ersatzweise ein Päckchen Vanillezucker, das war mir hier dieses Mal lieber)
250 ml (am besten frische) Vollmilch
3 Eigelb
50 g Zucker
100 g Schlagsahne

Zuerst bereiten wir die Bayerische Creme zu, da diese abkühlen muss und das etwas Zeit in Anspruch nimmt.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Die Vanilleschote der Länge nach einritzen und das Mark herauskratzen. Wer – wie ich – hier lieber Vanillezucker nimmt, der spart sich diesen Schritt natürlich :-)

Die Milch mit dem Vanillemark und der -schote bzw. mit dem Vanillezucker kurz aufkochen, vom Herd ziehen. Die Schote entfernen.

Die Eigelbe mit dem Zucker mit einem Rührgerät einige Minuten cremig rühren. Es soll ein hellgelbe, fluffige Creme entstehen.

Die heiße Milch nach und nach in die Eigelbmischung unterrühren.

Die Eiermilch anschließend zurück in den Topf gießen. Bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Eiermilch cremig wird. Nicht kochen, da das Eigelb sonst gerinnt! Die Creme dickt hierbei schön ein und hat die richtige Konsistenz erreicht, wenn sie an einem Kochlöffelrücken gut haften bleibt und sich beim Draufpusten Kringel bilden, die das Ganze wie eine Rose aussehen lassen (das nennt man dann „zur Rose abziehen“).

Die Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Teil der heißen Creme unter Rühren auflösen. Danach die restliche Creme dazurühren. Die Bayerische Creme in eine Schüssel füllen und 40-50 Minuten kalt stellen. Gelegentlich auch mal umrühren.

Sobald die Bayerische Creme zu gelieren beginnt, die Schlagsahne steif schlagen und unterziehen.

In einen Spritzbeutel mit langer Tülle (Tülle mit langem dünnen Kopf zum Befüllen) füllen und wieder kalt stellen.

Nun stellen wir die Cronut-Teiglinge her.

Dafür den Croissantteig auseinanderrollen und die vorgestanzten Trennflächen für die einzelnen Croissants mit den Fingern verschließen und den Teig verbinden.

Achtung, nun gibt es zwei Varianten:

Die erste Variante geht so vor: Man schlägt das Teig-Rechteck zwei Mal übereinander ein, so dass drei Teiglagen aufeinander liegen, das heißt den Teig in drei gleich große Flächen einteilen und dann übereinanderschlagen (man hat dann also drei Teigschichten übereinander). Dann mit einem Nudelholz nur leicht platt wälzen und den Vorgang wiederholen, das heißt den Teig nochmal wie eben in drei gleichgroße Flächen aufteilen und übereinanderschlagen. Das Rechteck wird bei jedem Einschlagvorgang kleiner. Nun hat man aus dem Teig also sechs Teigschichten übereinander gestapelt. Die Größe des Teig-Rechtecks reicht nun für zwei Cronuts. Mit den großen Ausstechringen nun zwei Kreise aus dem Teig ausstechen (pro Croissantteig-Packung zwei Stück, insgesamt damit vier). In der Mitte der Ringe nun die kleinen Kreise ausstechen. (Kleine Anmerkung: Den übrigen Teig nicht wegschmeißen, sondern ebenfalls im Öl ausbacken und dann in etwas Zucker wälzen!!)

Diese Variante habe ich ausprobiert, mich dann aber beim zweiten Mal für meine eigene entschieden, um die einzelnen Schichten des Teigs auch nach dem Backen besser sichtbar zu machen. Typisch für die Cronuts ist nämlich der geschichtete Teig, wie man es auch auf meinen Bildern sehen kann.

Ich bin deshalb so vorgegangen:

Den Croissantteig habe ich auseinandergerollt, die Stanzflächen mit den Fingern verschlossen und dann habe ich mit dem großen Ausstechring so viele Kreise wie möglich ausgestochen (es sollten pro Packung mindestens 12 Kreise werden). Diese ausgestochenen Kreise habe ich dann aufeinandergelegt und zwar immer sechs Kreise übereinander (oder sogar sieben Stück, je nachdem wie hoch die Cronuts werden sollen und wie viel Teig man hat). Zusammendrücken braucht man die Kreise nicht, durch das Ausstechen des kleinen Lochs hält der Teig schon genug zusammen. Deshalb nach dem Übereinanderstapeln der einzelnen Kreise das kleine Loch in der Mitte ausstechen.

Bei beiden Varianten wird nun das Öl erhitzt (höchstens 175 Grad, eventuell ein klein wenig niedriger) und die Cronuts werden darin von beiden Seiten goldbraun ausgebacken. Achtung, der Teig muss im Öl zwar schön brutzeln, das Öl darf aber nicht zu heiß sein, da die Cronuts ansonsten außen zu schnell zu dunkel werden und innen drin trotzdem nicht durchgebacken sind. Hier also behutsam zunächst die Temperatur des Öls testen, am besten mit einem übrig gebliebenen Teigstückchen.

Die Cronuts nach dem Ausbacken auf einem Küchenpapier abtropfen und auskühlen lassen.

Sobald das Gebäck ausgekühlt ist kann es befüllt werden. Hierzu von oben oder von der Seite gleichmäßig verteilt an sechs Stellen bis ca. zur Mitte des Kringels einstechen und etwas Füllung einspritzen. Ihr merkt, wenn ihr versehentlich zu viel reinspritzt, dann läuft die Creme nämlich wieder raus :-)

Entweder von der Seite aus oder von oben in den Cronut einstechen. Achtung: Auf die original Cronuts kommt obendrauf eigentlich noch ein Zuckerguss-Kringel. Da ich die Cronuts aber bereits süß genug fand, habe ich auf diesen verzichtet. Wenn Ihr allerdings einen Guss-Kringel aufspritzen wollt, dann rate ich Euch, den Cronut von oben zu befüllen, durch den später aufgebrachten Guss werden die Einspritzlöcher nämlich dann verdeckt und die Creme kann auch nicht herauslaufen. Wenn Ihr keinen Guss wollt, dann befüllt die Cronuts von der Seite. Da sie nach dem Befüllen in Zucker gerollt werden, sieht man auch die seitlichen Einspritzlöcher nicht mehr so sehr.

Nach dem Befüllen die Cronuts im Zucker wälzen.

Wer einen Guss-Kringel möchte, der mischt für einen Zuckerguss einfach etwas Puderzucker mit einigen Tropfen Vanillearoma und ganz wenig Wasser oder Milch. Alles glattrühren, in einen Spritzbeutel mit Rundlochtülle füllen und einen Kringel aufspritzen.

Voilà. Der amerikanische Cronut bei Euch zuhause!

cro

☆ Mara

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6 Kommentare zu Bavarian Cream Filled Cronuts

  1. Charlotte Valerie
    24. August 2013 at 15:14 (6 Jahren ago)

    jesus christ! this cronut looks deeelicious!
    werde ich auf jeden fall ausprobieren, danke für das tolle rezept!
    lg, charlotte

    Antworten
  2. D.Djalali
    16. Juli 2017 at 18:18 (2 Jahren ago)

    Beim ersten Versuch wußte ich nicht wie lange die Crounuts im Öl brauchen um gar zu sein und wie heiß das Fett idealerweise sein sollte, deshalb sind sie mir leider mißglückt.
    VIelleicht schreibst du diese beiden Angaben noch in dein super tolles Rezept

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      17. Juli 2017 at 8:42 (2 Jahren ago)

      Die Cronuts sind auf einer Seite fertig sobald sie goldbraun sind. Das geht je nach Fett und Temperatur manchmal sehr schnell.
      Sofern man eine Temperatur einstellen kann, darf die gerne bei ca. 175 Grad liegen.
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten

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