Rote TrüffelWinterzeit, Pralinenzeit. Diese kleinen schokoladigen Sünden verzehrt man in der Tat am besten bei kühlen Temperaturen. Zu einer Tasse Kaffee oder – fast noch besser – einem Bottich heißer Schokolade ein wahrer Genuss! Die schmelzen geradezu auf der Zunge…

Warum meine Trüffel hier so knallrot sind?! Naja, erstens sind es Erdbeertrüffel, das bedeutet sie haben eine leckere ganz zart rötliche Erdbeercreme innendrin (naja, zugegeben, es ist eher hellrosa, aber egal) und dürfen daher gerne mal rot sein, zweitens steh ich auf rot. Punkt. Und wenn Mara rotfarbene Trüffel will, dann macht Mara rotfarbene Trüffel. :-)

Vorsicht ist allerdings geboten bei der Wahl der Lebensmittelfarbe. Die muss nämlich für Schokolade geeignet und damit fettlöslich sein. Sonst geht es Euch wie mir einst, die Dinger werden zwar durch Hinzugabe von Unmengen an nicht fettlöslicher Farbe auch irgendwann nach langer Zeit eventuell mal rot, beim Essen allerdings erlebt man dann folgerichtig sein blaues…. ähm, sein ROTES Wunder! Mund und damit die Zunge, die Zähne, die Lippen sind nachher im schlimmsten Falle noch viel ROOOOOOTER als eine Praline jemals sein könnte!!! Und das Zeug hält sich hartnäckig, ich spreche aus Erfahrung………..

Als farblicher Akzent sind diese hübschen Pralinen übrigens auch ein i-Tüpfelchen auf einem Dessertteller, vorausgesetzt das Dessert passt irgendwie dazu. Zum Beispiel habe ich vor einiger Zeit einen Nachtisch gemacht, der aus fruchtigem Himbeermousse bestand und dazu gab es diesen Erdbeertrüffel. Hat herrlich gut gepasst, etwas schokoladiges zu kombinieren mit etwas fruchtig-fluffigem…

Und damit die Trüffel auch eine Augenweide werden, habe ich sie noch mit essbarem roten Glitzerpulver bestreut. Bei mir darf ja (fast) alles glitzern… Glitzer und Rosa, hier halt jetzt Rot, meine Favoriten. Ich steh dazu, bin halt ´ne Tussi! ;-)

Das Rezept für Erdbeertrüffel:

1 Folie weiße Pralinenhohlkugeln (das sind meistens ca. 60 Stück, gibt es beim Pralinenbedarf)

2-3 Esslöffel Erdbeerpaste (gibt es ebenfalls beim Pralinenbedarf) oder Erdbeerpüree, ersatzweise Erdbeermarmelade ohne Stückchen – wahlweise kann man auch Erdbeere durch Himbeere ersetzen, dann gibt´s halt Himbeertrüffel!

120 g Sahne

400 g weiße Kuvertüre für die Füllung

nochmal ca. 400 g weiße Kuvertüre zum Verschließen, Tauchen und Verzieren der Pralinen (benötigte Menge variiert je nach Arbeitsweise, also lieber etwas zu viel als zu wenig Kuvertüre bereitstellen)

rote Lebensmittelfarbe (WICHTIG: Die Farbe muss fettlöslich sein, nur dann ist sie für Schokolade geeignet!)

rote essbare Glitzerfarbe bei Bedarf

Für die Füllung 400 g der Kuvertüre sehr klein hacken. Die Sahne aufkochen und zu der klein gehackten Kuvertüre geben. Alles mit einem Schneebesen gut durchrühren und zwar so lange, bis sich die Kuvertüre aufgelöst hat. Dann die Erdbeerpaste / das Erdbeerpüree unterrühren.

Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und die Pralinenhohlkörper damit bis kurz unter den Rand befüllen. Anstatt einer Spritztülle kann auch ein Gefrierbeutel benutzt werden, bei welchem man einfach ein kleines Eck abschneidet; ich selbst mache das ganz gern, weil der Beutel danach einfach in den Müll wandert.

Dann die Masse einige Stunden trocknen lassen, am besten über Nacht.

Am nächsten Tag etwas von der übrigen Kuvertüre kleinhacken und im Wasserbad schmelzen. Hier braucht ihr nur wenig Kuvertüre, es müssen nämlich jetzt zuerst nur die Einfülllöcher der Pralinenhohlkugeln verschlossen werden. Hierzu die geschmolzene Kuvertüre wieder in einen Spritzbeutel geben und die Öffnungen der Kugeln mit der Kuvertüre verschließen. Alles erneut gut trocknen lassen.

Achtung: Kuvertüre darf übrigens nie zu heiß werden, sonst läuft sie später an und bekommt einen weißen Belag. Nicht so schön. Deshalb am besten immer im Wasserbad unter Rühren schmelzen.

Im nächsten Schritt die restliche Kuvertüre klein hacken, im Wasserbad schmelzen und die rote Lebensmittelfarbe dazugeben. Soviel bis die gewünschte Farbe für die Pralinen erreicht ist. Um die typische Trüffelstruktur zu erhalten, tunke ich die Pralinen erst in die Schokolade, wenn diese etwas abgekühlt und daher etwas fester geworden ist. Danach wälze ich die Kugeln in der Handfläche, um die Oberfläche ungleichmäßig zu gestalten, dann lasse ich sie auf einem Backpapier oder einem Pralinengitter abkühlen. Hier habe ich direkt nach dem Wälzen noch essbaren roten Glitzer drübergestreut.

Violà!

Rote Trüffel

☆ Mara

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