Paris, mon amour...Paris. Die Stadt der Liebe. Und die Stadt der Macarons. Alles schon gehabt dort. Dieses Mal hieß es deshalb, die Stadt der BFFs! Der Best Friends Forever also.

Nachdem dieser Begriff leider von unzähligen Promis für Kurzzeitfreundschaften, in denen man sich vorübergehend ewige Freundschaft schwor (so lange bis eine hin und wieder dann mit dem Freund der anderen durchgebrannt ist und sich die BFF-Sache damit dann unweigerlich erledigt hatte) missbraucht wurde, gibt es sie dennoch nach wie vor. Freundschaften die durch dick und dünn gehen und ein Leben lang halten.

So habe ich meine beste Freundin Steffi seitdem ich 11 Jahre alt bin. Mit Höhen und Tiefen. Mit Leben, die sich phasenweise in gänzlich andere Richtungen entwickelten, wieder zusammen gefunden haben, eine Freundschaft, die all das überstanden und mitgemacht hat. In turbulenten Jugendphasen mal weniger, dafür im Erwachsenenalter wieder umso mehr.

Als wir uns kennenlernten, das war sage und schreibe 1990 (!!!), war das Telefonieren noch ziemlich teuer. Festnetz-Flatrates gab´s noch nicht. Es gab noch nicht mal den Begriff Flatrate, zumindest kannte Otto-Normal-Bürger diesen hier zu Lande noch nicht (Himmel, das hört sich jetzt an als wäre ich uralt, oder?!). Unsere Eltern verzweifelten schier daran, wenn wir – obwohl wir uns schon den ganzen Morgen in der Schule gesehen hatten, nachmittags stundenlang an der Strippe hingen und telefonierten. Wenn ich mir so überlege, dass ich ewiges Telefonieren eigentlich furchtbar finde, ist das für mich im Nachhinein umso verwunderlicher. Kurz und gut, Steff (so nenn ich sie gerne :-) ) ist meine beste Freundin. Sie kennt mich in und auswendig und kommt trotzdem mit mir klar ;-) Und umgekehrt :-) LACH***

Paris, mon amour...

Und nun war es deshalb mal an der Zeit, ein BFF-Mädels-Wochenende einzulegen. Nachdem Rom und Paris in der Endausscheidung standen wurde es dann zu guter letzt doch Paris. Weil´s zur Weihnachtszeit so hübsch dort dekoriert ist. Und Glühwein gibt und so. Und weil man Paris von Karlsruhe aus bequem mit dem TGV in nur 3 Stunden erreicht.

Gesagt, getan, es ging ab nach Paris.

Paris, mon amour...

Morgens um 6:15 Uhr fuhren wir mit dem Auto von Karlsdorf aus nach Karlsruhe. Der Zug ging erst um 7:30 Uhr, und nach Karlsruhe benötigt man gerade mal 20 Minuten im Schnitt, aber wir wollten sichergehen, dass wir auch jaaa nicht unseren Zug verpassen. Es hätte ja glatt werden können. Oder Stau geben. Oder… ach was weiß ich, wir gehen halt beide gerne auf Nummer sicher. Nach tatsächlich gerade mal 20 Minuten – wer hätte es gedacht – waren wir dann am Bahnhof. Naja, nun hatten wir zumindest noch genügend Zeit für einen gemütlichen Kaffee und ´nen Bagel.

Paris, mon amour...

Die Zugfahrt war recht kurzweilig. Kaum eingestiegen hatte ein Kleinkind in unser Abteil gekotzt, so dass wir die restliche Zugfahrt erst im Gang, danach dann lieber an der Bar verbrachten. Wer schonmal ein sich übergebendes Kind erlebt hat und um 8 Uhr morgens mit etwas empfindlichem Näschen daneben saß, der weiß warum. An die Bar passten wir ohnehin besser. Zur Einstimmung gab´s dann kurzerhand ´nen Sekt. Wegen dem Kreislauf und so natürlich. Der hatte bei Steffi aufgrund des Gestankangriffs nämlich kurzweilig versagt. Ein Gläschen in Ehren… es half.

Angekommen in Paris ging´s erstmal ins Hotel, welches im Herzen von Paris, direkt neben der Champs-Élysées lag. Das Zimmer war allerdings noch nicht fertig bzw. es gab ein Leitungsproblem im Bad und alle anderen Zimmer waren ausgebucht. LÄÄÄUUUFFFT!!!

Paris, mon amour...

Nur zu gut, dass es eine kostenlose (!) Bar in der Lobby gab. Mit Whiskey, Brandy und allem was das Herz oder der Gaumen in so einem Moment sonst noch begehrt. Während ich mich auf den billigen Martini stürzte, wusste Steffi als Kenner sofort die „besseren“ Getränke rauszusuchen und gönnte sich einen Cognac. Egal, Hauptsache es schmeckt. Alla hopp, zum Wohl.

Paris, mon amour...

Dann ging´s zum Sightseeing. Der Himmel erstrahlte blau, die Sonne schien kräftig. Das Wetter war uns mehr als wohlgesonnen. Und nachdem wir direkt vor dem Eiffelturm dann einen 0,5 l (!!!) Glühweinbecher in der Hand hielten, waren wir erstmal bedient. Und happy. Und nein, wir hatten KEINEN großen Glühwein bestellt. Die waren dort alle so groß! Und wurden von uns letztendlich auch nicht ganz ausgetrunken, weil wir außer dem Eiffelturm ansonsten nichts mehr gesehen hätten…

Paris, mon amour...

Weiter ging´s zum Arc de triomphe, zum Weihnachtsmarkt und zum Schlendern auf die Champs Elysées. Alles war wunderbar weihnachtlich geziert. Die Stadt platzte allerdings aus allen Nähten, was zur Folge hatte, dass ich für meine Ladurée-Macarons sage und schreibe eine halbe Stunde anstehen musste. Die kleinen Dinger waren jedoch ein Pflichtkauf, so dass Steffi da eben auch durch musste. Die überteuerten Dinger wollte ich unbedingt meiner besseren Hälfte Timm mitbringen, da er die so gerne isst.

Paris, mon amour...

Bei den Galeries Lafayette in der Stadt war es so dermaßen voll, dass wir hinein und direkt im Anschluss wieder hinaus gedrückt wurden. Mit Laufen und so war da nicht viel drin. Vor den Schaufenstern tümmelten und drängten sich Menschenmassen, da jedes Schaufenster mit unzähligen, sich bewegenden, bunten Figuren ausgestattet und dekoriert war. Ein Traum für alle Kinder und Junggebliebenen! Als wir in die Mitte des Kaufhauses vorge(d)rückt (worden) waren, konnte ich dann endlich den modernen rosa-lilafarbenen umgedrehten“Weihnachtsbaum“ in der Mitte des Gebäudes fotografieren. Danach ließen wir uns von der Menge wieder hinausschieben. Himmel, war das voll!

Paris, mon amour...

Und schon war es auch abends. Wir waren nochmal kurz im Hotel und dann ging´s zum Essen. Gelandet sind wir gleich um´s Eck in einem schönen Lokal, in welches sich wohl eher weniger Touris verirren. Das ist immer gut! Typische Touriläden braucht man echt nicht. Vor der Tür gab´s eine Austernbar, innendrin ´nen DJ und jede Menge schöne Leute. Sooo schön, dass die weiblichen davon bei gefühlten Minus 10 Grad tatsächlich in offenen Sandaletten hereinkamen. Ohne Strumpfhosen!! Himmel! Also bei aller Liebe, irgendwo hört´s bei mir mit der Schönheit ja dann auch auf. Ich gehöre dann lieber zu denen, die diese wunderschönen Frauen beneidenswert anstarren, deren Erscheinung bewundern (samt „Kälte-ist-mir-egal-Hauptsache-ich-seh-gut-aus-Disziplin“), dafür aber selbst nicht frieren müssen. ;-)

Unser Dinner-Highlight war übrigens das Baguette, das vorneweg gereicht wurde. Mit einer salzigen und sensationell leckeren Butter. Erstaunlich, dass egal wo man in Paris Baguettes oder Croissants kauft, alle immer PERFEKT schmecken. Da können sich die Bäcker dieser Erde von den Franzosen echt noch einige Scheiben abschneiden…

Paris, mon amour...

Nachdem wir gegessen hatten, stellten wir urplötzlich fest, dass wir totmüde waren. Wir philosophierten einige Minuten darüber, dass wir ja schließlich in Paris sind und um 22 Uhr noch nicht ins Bett fallen können, nachdem wir noch nicht „on Tour“ waren (da wir zudem noch nicht sooo alt sind), und entschlossen uns dann postwendend, doch direkt ins Hotel zu stapfen, auch wenn wir in Paris sind, weil wir tatsächlich hundemüde waren und uns an diesem Abend irgendwie schlussendlich doch zu alt für den ganzen Scheiß fühlten… Außerdem wollten wir ja am nächsten Morgen fit sein ***ZWINKER

Paris, mon amour...

Frühstück hatten wir uns auf´s Zimmer bestellt. Der Service war inklusive und das nahmen wir gerne mit. So konnten wir uns in aller Gemütsruhe fertig machen, Käffchen trinken, Croissants futtern, die Haare locken oder glätten, Make-up auflegen, schließlich waren wir in der Modestadt schlechthin und wollten zumindest tagsüber dann auffallend gut aussehen, wenn uns abends aufgrund des frühen Dates mit unserem Hotelbett schon niemand mehr gesichtet hatte.

Paris, mon amour...

Unser nächstes Ziel war der Louvre. Wir liefen quer durch die Stadt, besser als zu Fuß kann man eine solche ja ohnehin nicht erkunden. Zudem ist Paris vor allem wegen all der wunderschönen alten Gebäude an jeder Ecke einfach wunderschön anzuschauen! Zwischenstopp gab´s für uns in einem kleinen typischen Café, weil´s echt kalt geworden war, angefangen hatte zu regnen und wir einen warmen Milchkaffee zwischenzeitlich dringend nötig hatten.

Paris, mon amour...

Danach schossen wir noch einige Fotos und stellten in unserem weiteren Fußmarsch urplötzlich fest, dass all die Geschäfte geöffnet hatten. Obwohl Sonntag war! Ja super! Das war doch ein klasse Ausklang für unseren Tag, bevor es am frühen Abend wieder zurück nach Karlsruhe ging. Noch ein wenig geshoppt, Macarons bei McDonald´s gekauft und gefuttert (yepp, die haben super geschmeckt!), einen letzen Kaffee getrunken und ab gings´zum Bahnhof.

Paris, mon amour...

Im Zug gönnten wir uns dann noch einen Abschluss-Sekt und freuten uns – welch Überraschung – abends dann in unseren eigenen Betten liegen zu können. Ist doch schon anstrengend so ein BFF-Kurztrip…

;-)

Paris, mon amour, bis zum nächsten Mal…

Paris, mon amour...

☆ Mara

Paris und Macarons gehören zusammen:

Himbeermacarons

Himbeermacarons

weißer Pistazienganache

Pistazienmacarons

Yogurette Macarons

Yogurette Macarons

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20 Kommentare zu Paris, mon amour…

  1. Sabine Korpan
    28. Dezember 2014 at 8:09 (5 Jahren ago)

    Liebe Mara,
    Was für ein schöner Trip nach Paris :-)
    Sowas sollte man viel öfter machen …
    Tolle Fotos und echt interressant geschrieben.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

    Antworten
  2. Maria
    28. Dezember 2014 at 10:11 (5 Jahren ago)

    Hallo Mara,

    wann genau warst du denn in Paris? Vor oder nach Weihnachten?
    Tolle Bilder!!! Hattest du beim dem Trip (d)eine Spiegelreflex-Kamera dabei ?

    Herzliche Grüße,
    Maria

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      28. Dezember 2014 at 10:51 (5 Jahren ago)

      Hallo Maria,
      vielen Dank! Wir waren vor Weihnachten dort und ja, meine Kamera hatte ich dabei. Die muss immer mit :-)
      Liebe Grüße

      Antworten
  3. Stefani Brasch
    28. Dezember 2014 at 11:41 (5 Jahren ago)

    Hallo Mara,
    was ein toller „Reisebericht“ und super Fotos (natürlich mit der neuen Kamera :-) ). Hat viel Spaß gemacht zu Lesen und Fotos anzuschauen – vielen Dank. Ich war das 1. und bisher einzige Mal auf meiner Abschlussfahrt in Paris. Eine traumhaft schöne und interessante Stadt!!!
    Liebe Grüße
    Steffi (die Gewinnerin vom Kamera-Gurt :-) )

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      7. Januar 2015 at 22:14 (5 Jahren ago)

      Dankeschön Stefani!!! :-) Logo, die neue Kamera musste mit :-) Freut mich riesig, dass dir der Bericht gefallen hat!! :-)
      Ich hoffe du hast ganz viel Freude an deinem Kameragurt!
      Liebste Grüße
      Mara

      Antworten
  4. Caro
    28. Dezember 2014 at 11:41 (5 Jahren ago)

    Liebe Mara, das sind wirklich super schöne Bilder! Man bekommt direkt Lust, auch für ein Wochenende zu verschwinden.
    Liebe Grüße, Caro

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      7. Januar 2015 at 22:15 (5 Jahren ago)

      Dankeschön Caro!!! :-)
      Ja, wenn ich die Fotos nochmal so anschaue könnte ich auch schon wieder aufbrechen zu einem neuen Kurztrip! :-) Verreisen ist einfach toll. Auch wenn es nur zwei, drei Tage sind…
      Ganz viele liebe Grüße!

      Antworten
  5. sylvche
    28. Dezember 2014 at 13:08 (5 Jahren ago)

    So schöne Fotos :) bis auf den echten Pelz :(

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      28. Dezember 2014 at 13:39 (5 Jahren ago)

      Das ist kein echter Pelz. Das kann man auch an den Bommeln ganz gut erkennen übrigens ;-)

      Antworten
      • sylvche
        28. Dezember 2014 at 18:41 (5 Jahren ago)

        Der sieht so wahnsinnig echt aus… wenn es nicht so wäre wäre das natürlich toll :) Wirklich sehr schöne Fotos und vor allem so tolle Faben! :)

        Antworten
        • Life Is Full Of Goodies
          28. Dezember 2014 at 18:57 (5 Jahren ago)

          Der ist tatsächlich nicht echt, aber ich stimme dir zu, der sieht verdammt echt aus :-) Deshalb finde ich die Mütze aber auch so schön. Spätestens von nahem und beim Anfassen merkt man es allerdings dann :-) Ich kaufe ganz gerne Kunstpelz-Sachen, aber nur, wenn sie gut gemacht sind… Liebe Grüße!

          Antworten
          • sylvche
            28. Dezember 2014 at 19:22 (5 Jahren ago)

            Das freut mich sehr :) Sieht ja auch echt toll aus und wenn es in unecht auch geht – TOP
            Steht dir wirklich gut! :) Liebe Grüße zurück und einen schönen Abend :)

  6. cori L.
    28. Dezember 2014 at 14:44 (5 Jahren ago)

    Liebe Mara,
    ein toller Bericht. Da hat man direkt Lust nach Paris zu fahren. Warst du denn sonst mit dem Hotel zufrieden? Würdest du es weiterempfehlen?
    LG
    Cori

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      7. Januar 2015 at 22:17 (5 Jahren ago)

      Hallo Cori,
      mit dem Hotel waren wir ansonsten zufrieden. Die Zimmer waren sehr klein, aber das wussten wir. Und die Tapeten sind gewöhnungsbedürftig, aber auch das hatten wir ebenfalls vorher schon gesehen :-D Es war das Hotel West End und vor allem die Lage hat uns eben ganz gut gefallen, weil wir viel gelaufen sind und es sehr zentral lag.
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
  7. koko
    1. Januar 2015 at 19:30 (5 Jahren ago)

    Mein erster Gedanke bei den Fotos war auch: Bitte lass sie nicht Echtpelz tragen, bisher war sie mir so sympathisch…
    Super, dass du auch darauf achtest, jetzt find ich dich noch viiieeel netter! :-)

    Schöne Frau- schöne Fotos!

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      7. Januar 2015 at 22:19 (5 Jahren ago)

      Hihi :-) Wie süß von dir!!! Ja, ich hatte fast damit gerechnet, dass die Frage bei den Fotos auftaucht, weil die Mütze so echt aussieht. Aber ich wusste ja, dass ich sie guten Gewissens tragen kann, weil sie eben unecht ist.
      Ganz viele liebe Grüße
      Mara

      Antworten
  8. Dietrich
    9. September 2015 at 10:56 (4 Jahren ago)

    Paris is always a good choice.

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      23. September 2015 at 11:15 (4 Jahren ago)

      Yes, definitely!

      Antworten

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