RhabarbertarteRhabarber. Wie ich ihn liebe!

Meine Oma machte zu Lebzeiten den mit Abstand besten Rhabarberkuchen, den ich je gegessen habe und vielleicht je essen werde. Dieser Klassiker mit typischer Baiserhaube war einfach immer perfekt! Ein Rezept von meiner Mom, das diesem Kuchen sehr nahe kommt, habe ich in meinem neuen Buch Mara´s Sweet Goodies* veröffentlicht. Superlecker, wenn auch nicht von Oma höchstpersönlich gemacht.

Um dem Rhabarberkuchen jedoch hin und wieder auch ein neues Gesicht zu geben, werden jedes Jahr verschiedene Kreationen ausprobiert. Dieses Jahr habe ich mit dem allerersten Rhabarber deshalb diese Tarte hier gebacken. Ich bin momentan nämlich völlig im Tarte-Fieber. Nachdem ich diese Rhabarbertarte gemacht hatte, folgte im Anschluss sogleich noch eine Panna Cotta Tarte mit Erdbeeren, von der ich Euch auf meinem Instagram-Account vor einiger Zeit schon ein Bild gezeigt habe und von welcher ich Euch das Rezept ebenfalls in Kürze verraten werde. Tarte über Tarte ein voller Genuss!

Übrigens, folgt mir doch einfach auf Instagram, wenn Ihr Lust habt. Wie Ihr seht, könnt Ihr dort immer gleich sehen, was ich gerade so gebacken oder gekocht habe und was demnächst auf den Blog kommt. Ich würde mich jedenfalls darüber freuen!

Rhabarbertarte

Optisch inspiriert wurde ich für diese Tarte übrigens bereits letztes Jahr, nachdem zuerst eine Gemüsequiche die Runde machte, die mit Gemüsestreifen zubereitet wurde und ähnlich aussah… anschließend fruchtige Varianten folgten… und überall plötzlich Fotos von solch wunderschönen runden Quiches und Tartes wie dieser hier zu sehen war. So gab es solche Gemüsequiches zum Beispiel bei Eat Bake Love,  bei Cook´n ´Roll und bei Gaumenpoesie. Und in der Rhababervariante gab es die Tartes zum Beispiel bei Tina´s Tausendschön und als gesunde Alternative bei Kochtrotz. Das war alles so schön, aber irgendwie kam ich dennoch nie dazu, das mal in Angriff zu nehmen. Insofern war klar, die Mühe muss ich mir jetzt mal machen. Es ist nämlich schon ein klein wenig Arbeit, all die Streifen zu schneiden und dann so anzuordnen. Aber der Anblick entlohnt das dann ja wieder. So eine wunderhübsche Tarte musste einfach her!

Rhabarbertarte

Ich wusste also wie meine Tarte aussehen soll, nun ging´s ans Rezept kreieren. Ein Blick in den Kühlschrank um zu gucken, was an Zutaten da war und los ging das Zusammenmischen. Erfolgreich zum Glück. Die Tarte war nämlich der Oberkracher!

Rhabarbertarte

Das Rezept für meine Rhabarbertarte:

Rhabarbertarte
 
Zutaten
Für den Mürbeteig:
  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
Für die Füllung:
  • 5-6 große Stangen Rhabarber
  • 500 ml Kirschsaft oder Cranberrysaft
  • 3 Eier
  • 200 g Sahne
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • ½ Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 100 g Crème fraîche
  • 1 Esslöffel Speisestärke
Zubereitung
  1. Den Rhabarber waschen, schälen und in feine Streifen schneiden. Am besten geht das mit einem scharfen Messer (einfach durch die Stangen gleiten lassen) oder mit einem Gemüseschäler. Diese Rhabarberstreifen sodann über Nacht im Kirsch- oder Cranyberrysaft einlegen, damit sie eine rote Farbe bekommen.
  2. Für den Mürbeteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Diesen ca. 30 Minuten kühlstellen, dann auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in einer Tarteform (ca. 26 - 28 cm Durchmesser) auslegen. Die Rhabarberstreifen nun kreisförmig auf dem Teig anordnen, am besten in der Mitte anfangen und nach außen vorarbeiten. Den Saft, in dem der Rhabarber lag NICHT wegkippen, den brauchen wir noch!
  3. Den Backofen nun auf 160 °C Umluft vorheizen.
  4. Die Eier mit der Sahne, dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Vanillepuddingpulver, der Crème fraîche und 100 ml vom Saft (den restlichen Saft aufheben!) verrühren. Die Flüssigkeit gleichmäßig in die Form gießen, aber nur so viel, dass das obere Ende der Rhabarberstreifen noch rausschaut.
  5. Die Tarte nun ca. 1 Stunde lang backen. Anschließend auskühlen lassen.
  6. Nun 2-3 Esslöffel vom Saft mit der Speisestärke anrühren. Den restlichen Saft aufkochen und die Speisestärke hinzugeben. Alles gut verrühren und noch heiß gleichmäßig über der Tarte verteilen (ich habe die Flüssigkeit mit einem Pinsel verteilt). Übrigen Saft benötigt man nicht mehr. Anschließend komplett auskühlen lassen.
  7. Die Tarte ist etwas schwierig anzuschneiden, hierfür bitte ein sehr scharfes Messer verwenden, das gut durch die einzelnen Rhabarberstreifen kommt.
  8. Lasst es Euch schmecken...

 

Rhabarbertarte

☆ Mara

Life is full of rhubarb and tarte goodies!!!

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19 Kommentare zu Rhabarbertarte

  1. Doro
    26. April 2015 at 10:43 (5 Jahren ago)

    160 Grad Umluft oder was ist gemeint?

    Antworten
      • Puellanina
        4. Mai 2015 at 19:59 (5 Jahren ago)

        Ok, danke dir ;-) Leider kriegt man dann nie diese schöne rote Farbe hin.
        Liebe Grüße

        Antworten
  2. Krisi
    26. April 2015 at 11:52 (5 Jahren ago)

    Wow der sieht ja fantastisch aus!Ich habe bisher den Rhabarber immer klein geschnitten, dabei sieht es so schön aus als lange Stängel. Muss ich mir unbedingt merken!=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      4. Mai 2015 at 11:24 (5 Jahren ago)

      Ich schneide den Rhabarber meistens auch klein, hier hab ich nur mal eine Ausnahme gemacht, weil´s so schön aussieht :-)

      Antworten
  3. Franzi
    26. April 2015 at 20:07 (5 Jahren ago)

    Lecker!!! Ich habe auch schon mindestens 10 Rhabarberrezepte in den letzten Wochen gesehen und noch keins umgesetzt!! :-( Aber beim 11. gibt es keine Ausrede mehr – in der nächsten Woche muss ich wirklich mal dran :-)
    Liebe Grüße, Franzi

    Antworten
  4. Grandgourmand
    27. April 2015 at 16:06 (5 Jahren ago)

    Hallo Mara,

    wunderbar, den probiere ich, bin ja auch ein großer Rhabarber Fan, echt toll!

    Antworten
  5. Dagmar
    29. April 2015 at 22:15 (5 Jahren ago)

    Liebe Mara,
    da hast ja mal wieder etwas Schönes gezaubert. Tolle Idee, den Rharbarber im Ganzen
    zu verwenden. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
    LG
    Dagmar

    Antworten
  6. Sophie
    12. Mai 2015 at 23:23 (5 Jahren ago)

    Hallo Mara,
    ich habe deinen Rhababerkuchen am Wochenende gleich zwei mal gebacken, einmal in einer Tarteform und einmal in einer normalen Kuchenform. War ziemlich viel Arbeit, den Rhabarber zu schneiden, aber es hat sich gelohnt! ;-) Beide wurden super! Als er am nächsten Tag im Kühlschrank durchgekühlt war, hat er sogar noch besser geschmeckt, weil der Boden dann so richtig „keksig“ wurde.
    Die Backzeit musste ich ein bisschen verändern, weil er ewig nicht durch wurde. Habe ihn bei Ober-/ Unterhitze 1,5 Stunden lang gebacken.
    Danke für das gute Rezept!

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      19. Mai 2015 at 16:13 (5 Jahren ago)

      Hallo liebe Sophie! Ach Mensch, das freut mich aber, dass der Kuchen so gut ankam! :-) Ja, das stimmt schon, die Rhabarber-Schnippelei ist wirklich viel Arbeit, aber ich finde auch, dass sich das auf jeden Fall lohnt!
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten
  7. Ulli
    27. Mai 2016 at 16:08 (4 Jahren ago)

    Ich hab das Rezept jetzt zum ersten Mal ausprobiert und hatte am Anfang echt zu tun mit dem Rhabarber-Geschnippel.. Bis ich auf die Idee kam, bei den geraden Stangen einen Käsehobel zu benutzen. Kann ich nur jedem empfehlen, die Streifen haben die perfekte Dicke. Danach ging dann alles recht fix. Also ran an den Hobel und schon hat man eine schmackofatz-Tarte

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      9. Juni 2016 at 7:39 (4 Jahren ago)

      Das ist eine super Idee mit dem Käsehobel! Danke für den Tipp liebe Ulli! :-)

      Antworten
  8. Bine
    5. Juni 2017 at 22:15 (3 Jahren ago)

    Hi :) ich frage mich gerade, warum du Cranberry- oder Kirschsaft nimmst und keinen Rhabarbersaft. Wäre das zu viel des Guten oder denkst du das würde auch funktionieren? Werde den Kuchen bei Gelegenheit mal nachmachen, gefällt mir sehr gut!

    Viele Grüße

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      6. Juni 2017 at 0:10 (3 Jahren ago)

      Hello :-)
      Freut mich, dass dir der Kuchen gefällt!
      Den Cranberry- oder Kirschsaft nehme ich wegen der Farbe, damit es ein wenig farbintensiver ist. Wenn du das nicht magst, dann kannst du natürlich auch Rhabarbersaft nehmen :-)
      Liebe Grüße
      Mara

      Antworten

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