Streuseliger Zupfkuchen mit RotweinbirnenDurchatmen. Nicht aufregen. Sich nicht reinsteigern. Es einfach zur Kenntnis nehmen und das Beste draus machen. Sich nicht fragen, was sich das Gegenüber bei dieser sinnlosen und hirnlosen Aktion wohl so dabei gedacht haben könnte…

Ich muss zugeben, es geht mir wie wahrscheinlich allen Menschen auf dieser Erde, es gibt Begegnungen und Mitbürger, die bringen einen zur Weißglut. Vor allem im Geschäftsleben. Da hat man leider nicht nur mit Leuten zu tun, die man sich freiwillig raussuchen kann und mit denen man sich aus freien Stücken beschäftigt, sondern da gibt es – zumindest in meinem Fall – Mandanten, Richter und vor allem auch gegnerische Rechtsanwälte, die man vorgesetzt bekommt. Mit den meisten kommt man klar. Mit den „guten“ unserer Branche in der Regel sowieso, weil man sich zwar streitet (das ist ja irgendwie auch unser Job), aber meistens auch auf einem gewissen und akzeptablen Niveau. Da geht es sachlich, wenn auch gerne etwas spitz zu und es gibt einen Schlagabtausch. Letztendlich kommt man aber in fast allen Fällen auch mehr oder minder schnell zu einem Punkt und bringt die Sache einigermaßen vernünftig zu Ende.

Nicht so mit dem ein oder anderen Kollegen. In seltenen Einzelfällen entsteht hin und wieder der Eindruck, der gegnerische Prozessbevollmächtigte will seine Akten überhaupt nicht vom Tisch bekommen. Nicht mal ansatzweise. Da wird nicht nach vernünftigen Lösungen oder Verfahrensweisen Ausschau gehalten, da stellt man sich lieber quer, lässt Sachen wochenlang liegen, ändert seine Meinung gefühlt im Stundentakt und kommt einfach nicht zum Punkt. Manchmal fehlt es dem ein oder anderen sogar schon an der Fähigkeit, in einem Telefonat einen „geraden“, sprich korrekten und auch vollständigen Satz rauszulassen.

Streuseliger Zupfkuchen mit Rotweinbirnen

Kürzlich hatte ich so eine Begegnung. HIMMEL HILF! Was für eine Tortur. Ich streite mich – wenn´s denn sein muss – echt gerne auch mal am Telefon, aber es gibt Fälle, in denen dieser Aufwand in der Tat vergeudete Liebesmüh wäre und ich der Tatsache ins Auge blicken kann, dass jedes weitere Wort verschwendete Lebenszeit wäre. In diesen Fällen lasse ich mich überhaupt nicht mehr darauf ein (obwohl ich wie gesagt eigentlich ganz gerne verbal Kontra gebe), sondern denke mir schlichtweg meinen Teil und führe das Verfahren ausschließlich schriftlich zu Ende.

Wie gesagt, das sind – dem Himmel sei Dank! – nur Einzelfälle. Aber auf die könnte man echt verzichten. Nun gut, bei der kürzlichen Zusammenkunft war wirklich nur Kopfschütteln angesagt. Da wurde man für blöd verkauft. Naja, sagen wir so, es wurde versucht. Furchtbar. Und ziemlich dämlich. Sehr dämlich um ehrlich zu sein. Müsste man sich nicht selbst damit rumschlagen, würde man sich wohl totlachen.

Streuseliger Zupfkuchen mit Rotweinbirnen

Damit ich mich aber nicht all zu sehr aufrege, gehe ich jetzt nach Hause und verdrücke so ein Stück Zupfkuchen mit Rotweinbirnen. Oder besser zwei. Soll ja gut für die Nerven sein. Also der Zucker. Der Rotwein ja sowieso…

Tschüss und ´nen schönen Abend Euch!

Das Rezept für den streuseligen Zupfkuchen mit Rotweinbirnen:

Streuseliger Zupfkuchen mit Rotweinbirnen
 
Zutaten
  • 6 Birnen
  • 150 ml Birnensaft
  • 400 ml Rotwein
  • 30 g Zucker

  • Für den Streuselteig:

  • 350 g Mehl
  • 140 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 210 g weiche Butter
  • 3 Esslöffel Kakao

  • Für die Quarkfüllung:

  • 500 g Quark
  • 250 g Schmand
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 4 Eier


  • Zudem:

  • 50 g Kuvertüre für die Deko
Zubereitung
  1. Die Birnen schälen, halbieren und entkernen. Den Birnensaft zusammen mit dem Rotwein und 30 g vom Zucker aufkochen. Die Birnen ca. 10 Minuten darin dünsten und mindestens 2 Stunden darin abkühlen lassen, damit sie sich mit dem Wein vollsaugen bzw. auch schön rot werden.
  2. Den Ofen auf 180 °C Umluft (200 °Ober- / Unterhitze) vorheizen.
  3. Für den Streuselteig das Mehl mit den 140 g Zucker, der Prise Salz, der weichen Butter und dem Kakao zu Streuseln verkneten. ⅔ der Streusel in einer mit Backpapier ausgelegten Springform (ca. 26 cm Durchmesse) gleichmäßig verteilen und andrücken, damit ein Kuchenboden entsteht.
  4. Die Birnen aus dem Rotwein nehmen und gut abtropfen lassen, 2 Birnenhälften in Spalten schneiden und zur Seite stellen.
  5. Den Quark mit dem Schmand, den 100 g Zucker und dem Vanillepuddingpulver verrühren. Die Eier nacheinander unterrühren. Ca. ⅓ der Creme auf dem Kuchenboden verstreichen. Die übrigen Birnen darauf verteilen und die weiteren ⅔ der Creme darüber geben. Glattstreichen und ca. 20 Minuten backen.
  6. Sodann kurz aus dem Ofen nehmen, die restlichen Streusel auf der Oberfläche verteilen und ca. 40 Minuten weiterbacken. Anschließend gut auskühlen lassen.
  7. Zur Deko die zur Seite gestellten Birnenscheiben schneiden und in der Mitte des Zupfkuchens dekorieren.
  8. Zum Schluss noch die Kuvertüre klein hacken und in einem Wasserbad oder im Mikro bei sehr niedriger Wattzahl langsam schmelzen und über dem Kuchen verteilen.

 

Streuseliger Zupfkuchen mit Rotweinbirnen

☆ Mara

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5 Kommentare zu Streuseliger Zupfkuchen mit Rotweinbirnen

  1. Christine
    19. Dezember 2015 at 12:30 (3 Jahren ago)

    Der ist ja voll Hammer! Porn food;);)

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      28. Dezember 2015 at 17:05 (3 Jahren ago)

      Hahahaaaa, dankeschön Christine!!! :-)

      Antworten
  2. Eileen Goertz
    21. Dezember 2015 at 17:53 (3 Jahren ago)

    HI MARA!
    THIS LOOKS FANTASTIC! I wish there would be a fairy and just does it for me.
    Your book finally arrived here in the UK! Think it drowned several times in the pond.
    It’s beautiful! Thanks for the nice words!

    Wishing you, your family and all on here a Merry Christmas and a Happy New Year!

    Lots of love
    Eileen

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      28. Dezember 2015 at 17:05 (3 Jahren ago)

      Thank you Eileen!
      Wish you a happy new year, too!
      Kisses
      Mara

      Antworten

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