ZwetschgenkäsekuchenLetzten Herbst habe ich in unserem Garten ein Bäumchen gepflanzt. Das ist prinzipiell nichts Ungewöhnliches, wer mich kennt oder meine Instagram Stories (zu meinem Instagram Kanal kommt Ihr HIER) verfolgt, der weiß, dass ich ständig irgendetwas Neues pflanze oder züchte. Aber dieses Mal habe ich mir einen ganz bestimmten Baum ausgesucht, über den ich mich im Voraus ausnahmsweise auch wirklich mal eingelesen hatte. Denn ich wollte einen Zwetschgenbaum.

Bei Zwetschgen ist es wie bei den meisten anderen Pflanzen, es gibt zig unterschiedliche Sorten, Züchtungen, Varianten. Da findet man zunächst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, wenn man sich zu sehr darüber informiert und eigentlich dann doch keine Ahnung hat. So jedenfalls ging es mir. Ich wusste, ich will Zwetschgen ernten, damit wusste ich, dass ich die leckerste Zwetschgensorte anpflanzen möchte, die man so bekommen kann. Tja, und nun?

ZwetschgenkäsekuchenZwetschgenkäsekuchen

Was ist denn die leckerste Zwetschgensorte? Grundsätzlich hilft es immer, zur Erntezeit einfach die Früchte von den diversen Bäumen zu naschen und so zu probieren, welche der Zwetschgen einem am besten schmecken. Aber mal ehrlich, wer hat denn schon verschiedene Zwetschgenbäume zur Hand, deren Früchte auch gerade reif sind, damit man sich einmal querbeet durchfuttern und vergleichen kann?! Eben. So gut wie niemand.

ZwetschgenkäsekuchenZwetschgenkäsekuchen

Insofern blieb mir eben nichts anderes übrig, als mich auf die verschiedenen Aussagen auf all den Internetseiten zu verlassen, die ich deswegen besucht hatte. Ich schaute mich um nach ertragreichen Sorten, die resistent gegen diverse Krankheiten und damit pflegeleicht sind. Ich beachtete die Optik der Früchte, denn ich wollte solch wunderbar blau-violetten, länglichen Früchte, wie man sie auf den Fotos sieht, haben. Mit diesem wunderschönen, silbrigen Schleier auf der Haut, den man einfach wegrubbeln kann – denn genau SO kenne ich die Zwetschgen aus meiner Kindheit, wenn wir sie von irgendwelchen Bäumen stibitzt haben und genau so kaufe ich sie während der Saison auch am liebsten. Insofern guckte ich mich einfach um, welches die beliebtesten und gängigsten Sorten waren. Und wie immer bei sowas zum Schluss, konnte ich mich dann nicht entscheiden, denn DIE EINE gab und gibt es wohl nicht (ist halt das wahre Leben, ne?!).

ZwetschgenkäsekuchenZwetschgenkäsekuchen

Wie gut jedoch, dass einem manche Entscheidungen einfach abgenommen werden oder irgendwie zufallen. Denn als ich ein paar Tage später durch einen Gartencenter lief, stolperte ich mehr oder minder über einen einzigen Zwetschgenbaum. Eine Hauszwetschge, die zuvor auch in meiner engeren Auswahl gewesen war. Insofern, Liebe auf den ersten Blick. Das Bäumchen steht also nun im Garten und wird uns in den nächsten Jahren oder gar Jahrzehnten hoffnungsvoller Weise leckere Früchte bescheren. Bis dahin verwende ich für diesen sensationell guten und cremigen Zwetschgenkäsekuchen eben gekaufte Früchte. Hier kommt das Rezept für Euch.

Zwetschgenkäsekuchen

Das Rezept für den Zwetschgenkäsekuchen:

Zwetschgen-Käsekuchen
 
Zutaten
Für den Teig:
  • 250 g Butter
  • 380 g Mehl
  • 130 g Zucker
  • 1 Prise Salz
Für den Belag:
  • 500 g Zwetschgen
  • 1 kg Magerquark
  • 200 g Schlagsahne
  • 300 g Frischkäse
  • 200 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
  • 5 Eier
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 160 °C Umluft (180 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen.
  2. Aus den Teigzutaten einen geschmeidigen Teig kneten, diesen in eine Springform (Durchmesser ca. 28 cm) drücken und ganz gleichmäßig verteilen und plattdrücken. Wer mag, der kann den Teig alternativ auch auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen und dann in die Springform legen. Den Teig am Rand ringsherum hochziehen, damit ein Teigrand entsteht.
  3. Die Zwetschgen entsteinen und vierteln.
  4. Die übrigen Zutaten für den Belag nun gut verrühren und einen kleinen Teil davon auf dem Teigboden verteilen. Nun die Zwetschgen auf der Käsemasse verteilen. Anschließend die übrige Käsemasse darüber geben, glattstreichen und den Zwetschgen Käsekuchen nun ca. 1 Stunde bis 1 Stunde und 15 Minuten backen. Die Mitte des Kuchens sollte so fest sein wie am Rand auch und die Oberfläche sollte eine leichte Bräunung haben.
  5. Den Kuchen erst komplett auskühlen lassen und danach erst aus der Form lösen.

 

Zwetschgenkäsekuchen

☆ Mara

 

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2 Kommentare zu Zwetschgenkäsekuchen

  1. Jacqueline
    2. September 2019 at 15:20 (2 Monaten ago)

    Hallo Mara,
    danke für das tolle Rezept. Das möchte ich am besten direkt ausprobieren!
    Eine Frage habe ich noch, da ich keine großen Backerfahrungen habe.
    Soll die Schlagsahne geschlagen oder flüssig verrührt werden?

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      2. September 2019 at 15:22 (2 Monaten ago)

      Einfach flüssig verrühren :-)

      Antworten

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