Wie man selbst Gemüse zieht – Tipps für die Anzucht

von Life Is Full Of Goodies
Wie man selbst Gemüse zieht - Tipps für die Anzucht

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Wie man selbst Gemüse zieht - Tipps für die AnzuchtDer März hat begonnen. Bedeutet für mich jedes Jahr aufs Neue, dass es Zeit ist, Gemüse vorzuziehen. Wer mir schon länger folgt, der weiß, dass ich einen Gemüsegarten habe, den ich hege und pflege und der mir jedes Jahr Unmengen an Gemüse schenkt. Vor allem in meinen Instagram Stories (meinen Kanal gibt es HIER) kann man mir von Frühling bis Herbst regelmäßig bei der Gartenarbeit zusehen und mitverfolgen, was so alles in unserem großen Garten passiert. Denn natürlich gibt es dort nicht nur Gemüse, sondern auch Obst, Kräuter, viele mediterrane Pflanzen, meine große Yuccazucht sowie unsere vielen Feigenbäume, die ich jedes Jahr selbst vermehre (das geht nämlich ganz einfach! Wie genau, das habe ich HIER schonmal ganz ausführlich beschrieben).

Nun aber ist wie gesagt die Zeit, in dem erstmal ganz viel Gemüse gezogen wird, welches später ins Beet oder in geeignete Töpfe verpflanzt wird. Denn Fakt ist, dass man nicht nur in einem großen Beet Gemüse anbauen kann, sondern auch auf kleinen Flächen, in Hochbeeten oder eben auch in geeigneten Töpfen. So baue ich zum Beispiel meine Tomaten seit einigen Jahren in Töpfen an und das funktioniert perfekt! Zuvor hatte ich sie viele Jahre immer direkt in der Erde, aus Platzgründen habe ich das irgendwann mal umgestellt und ich muss sagen, dass es wirklich genauso gut funktioniert wie im Freiland. Der Erfolg beim Anbau gibt mir Recht. Sprich, man kann Tomaten auch problemlos auf Terrassen oder kleinen Balkonen anbauen. Wie das mit dem Tomatenanbau im Topf funktioniert, habe ich HIER schon einmal genau erläutert.

Damit auch Ihr künftig problemlos und ohne viel Aufwand Euer Gemüse ziehen könnt, beantworte ich Euch heute die wichtigsten Fragen und erkäre Euch, wie ich selbst seit Jahren erfolgreich mein Gemüse vorziehe. Sprich, es sind meine persönlichen Tipps und es ist mein eigenes Vorgehen, welches ich hier beschreibe und es kann natürlich wie immer sein, dass andere bei manchen Dingen anders vorgehen 🙂

Sofern ich einen wichtigen Punkt vergessen haben sollte oder Ihr einfach noch mehr über die Anzucht von Gemüse wissen wollt, könnt Ihr mir unten in der Kommentarbox einfach Eure Frage stellen. Passende Produkte wie Töpfe, Erde, kleine Gewächshäuschen usw. habe ich Euch ganz unten unter dem Beitrag aufgelistet und direkt verlinkt.

Wie man selbst Gemüse zieht - Tipps für die Anzucht

Was benötigt man zur Anzucht?

Geeignete Erde (am besten sogenannte Anzuchterde), keimfähige Samen, passende Töpfe oder Schälchen (evtl. ein kleines Gewächshaus mit Deckel), Wasser, Licht und Wärme.

Welche Erde verwendet man?

Am besten geeignet ist Anzuchterde, da sie wenig Düngesalze beinhaltet, sprich nährstoffarm ist, und gut die Feuchtigkeit hält. Sie bietet die besten Voraussetzungen zur Anzucht. Blumen- oder Pflanzerde enthält in der Regel ein Überangebot an Nährstoffen, das für junge Keimlinge nicht geeignet ist – sie werden dadurch überversorgt und bilden die Wurzeln nicht gut aus.

Hinweis: Es ist allerdings nicht so, dass Blumen- oder Pflanzerde nicht funktioniert, beides geht mangels Alternative auch (ich selbst nehme die hin und wieder ebenso), aus oben genannten Gründen ist Anzuchterde aber besser.

Torf oder ähnliches ist zur Anzucht normalerweise nicht geeignet, da er keinen Kalk enthält, der jedoch Voraussetzung für ein ordentliches Wachstum ist.

Wie man selbst Gemüse zieht - Tipps für die Anzucht

Was für Samen benötige ich?

Das Saatgut sollte frisch sein, denn es ist nicht ewig haltbar, da die Samen irgendwann ihre Keimfähigkeit verlieren. Auch die Qualität spielt dabei eine große Rolle. Auf der Packung der Samen steht daher immer drauf, wie lange das Saatgut keimfähig und damit verwendbar ist. Saatgut sollte man übrigens am besten kühl lagern.

Hat man ältere Samen, die man gerne verwenden würde, jedoch nicht weiß, ob sie noch haltbar sind, macht man eine Keimprobe. Sprich, man legt einige Samen auf ein durchfeuchtetes Küchenpapier auf einem Teller und spannt Klarsichtfolie darüber. Den Teller stellt man an einen warmen Platz, das Papier hält man konsequent feucht, sodann sollten die Samen nach ein paar Tagen keimen. Geht mindestens die Hälfte der Samen auf, so ist das Saatgut noch verwendbar. Keimen weniger Samen, so sollte man lieber neues Saatgut kaufen (denn es wäre ja schade, wenn man die Samen ausstreut, dann aber nicht viel wächst).

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Ich selbst verwende in diesem Jahr die Bio Samen von Samen Maier (zu deren Shop kommt Ihr HIER), einem kleinen Familienunternehmen aus Österreich, das sich auf Bio Saatgut von Gemüse, aber auch Wildblumen, spezialisiert hat. Auf jeder Samenpackung (die übrigens aus nachhaltigem Graspapier bestehen) wird der Landwirt angegeben, von dem die Bio Samen kommen, da ist Samen Maier allen anderen einen Schritt voraus. So kann man nämlich selbst jederzeit nachvollziehen und prüfen woher die Samen stammen. Auf der Rückseite der Samentüte findet man Informationen zum Vermehrer der jeweilgen BIO-Sorte und eine 100%ige Transparenz ist somit gegeben.

Das Tolle an den Samen von Samen Maier ist aber nicht nur, dass sie Bio sind, sondern auch, dass sie samenfest sind. Mit samenfesten Sorten kann man aus dem gewonnenen Gemüse nämlich selbst wieder Saatgut produzieren, da die Sorten fruchtbare Samen bilden, wie es von Natur aus veranlagt ist. Ihr seht die Päckchen von Samen Maier übrigens auf den Fotos (wenn Ihr dort bestellt, dann könnt Ihr mit dem Code „lifeisfullofgoodies“ übrigens ein paar Prozente einsparen. Den Code gibt man im Laufe des Bestellvorgangs in einem dafür vorgesehenen Kästchen an, er gilt bis 31.12.2020).

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Welche Samensorten gibt es überhaupt?

Zu unterscheiden sind Dunkelkeimer, Lichtkeimer und Kaltkeimer. Zum Vorziehen habe ich immer nur Dunkel- oder Lichtkeimer.

Dunkelkeimer

Die meisten Samen sind Dunkelkeimer, sie keimen ohne Licht und am besten bei einer Temperatur von 18 – 25 Grad. Diese Samen sitzen also in der Erde drin. Je nach Gemüsesorte unterscheidet sich die Saattiefe (das ist auf der Samenpackung immer angegeben). Meistens drückt man die Samen nur leicht in die Erde und bedeckt sie etwas. Dunkelkeimer dürfen bei der Anzucht nicht austrocknen, sondern sollten immer feucht gehalten werden.

Lichtkeimer

Wie der Name schon verrät, benötigen Lichtkeimer zur Keimung Licht. Sprich, sie dürfen nicht in die Erde gedrückt und bedeckt werden. Man streut die Lichtkeimer einfach auf die Erde und drückt sie höchstens ein klein wenig fest. Werden sie nämlich verdeckt, so keimen diese Samen in der Regel so gut wie nicht aus.

Kaltkeimer

Bei Kaltkeimern ist es so, dass diese zunächst eine ca. 4-wöchige warme Phase (18 – 20 Grad) benötigen und anschließend eine 6-wöchige kühle Phase (5 bis 0 Grad), damit das Saatgut keimt.

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Welche Gemüsesamen soll ich aussäen?

Diese Frage könnt Ihr Euch selbst am besten beantworten. Fragt Euch, welches Gemüse Ihr gerne esst und schaut dann, ob sich die jeweilige Sorte zum Vorziehen eignet. Am besten guckt Ihr einfach mal im Gartencenter oder online in einem Samen Shop durch was Euch anspricht (zum Shop von Samen Maier geht es z. B. HIER).

Es gibt allerdings auch Gemüse, welches sehr robust ist und auch bei Anfängern gut gelingen sollte, wie zum Beispiel:

Zucchini, Rote Bete, Tomaten, Chili, Radieschen, Kopf- und Pflücksalat, Kürbis, Karotten, Kohlrabi, Mangold, Spinat…

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Worin sehe ich die Samen aus?

Man kann die Samen in Töpfen, Schalen oder Pappbehältern vorziehen.

Gemüse in Töpfen vorziehen

Wie auf dem folgenden Foto, kann man kleine Ton- oder Plastiktöpfe (mit Loch unten, damit das Wasser ablaufen kann und keine Staunässe entsteht) zur Anzucht nehmen. Die Erde füllt man bis ca. 1 cm unter den Rand, anschließend drückt man sie leicht fest. Bei Dunkelkeimern drückt man ein kleines Loch in die Mitte, legt einen Samen rein und bedeckt diesen mit etwas Erde. Lichtkeimer streut man einfach auf die Erde drauf. Nun gießt man das Ganze gut an (bei Lichtkeimern bitte aufpassen, dass man nicht zuviel Wasser auf einmal reingießt, weil die Samen sonst „davonschwimmen und sich eventuell ungünstig im Topf umsiedeln).

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Gemüse in Schalen vorziehen

Anstatt der Töpfe kann man auch ganze Schalen zur Anzucht nehmen (siehe folgendes Foto). Hierzu füllt man die Schale mit Erde bis ca. 1 cm unter den Rand und verteilt die Samen gleichmäßig (Dunkelkeimer wieder in Löcher, Lichtkeimer obendrauf). Die Schale sollte jedoch – wie auch die Töpfe – einen Ablauf für das Wasser haben, damit keine Staunässe entsteht. Auch hier muss alles gut angegossen werden.

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Gemüse in Pappbehältern vorziehen

Die Samen kann man auch in geeigneten Behältern aus Karton ziehen, wie z. B. Eierkartons, leeren Klopapierrollen oder eben den gekauften Anzuchtbechern aus Karton (sieht man auf dem folgenden Foto). Werden diese Kartons mit Wasser durchfeuchtet, so quellen sie leicht auf und bilden eine geeignete Grundlage für die Samen. Der Vorteil ist, dass man die einzelnen Becher aus Karton komplett in die Erde setzen kann, weil sie sich mit der Zeit zersetzen, zunächst aber die Wurzeln zusammenhalten und schützen.

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Gemüse vorziehen mit Kokosquelltabletten

Man kann zur Anzucht auch Kokosquelltabletten nehmen, das habe ich selbst allerdings noch nie gemacht, daher gehe ich nicht auf diesen Punkt ein.

Wie säe ich die Samen aus?

  1.  Zunächst die Aussaatschalen bis ca. 1 cm unter den Rand mit der Erde befüllen.
  2. Erde leicht festdrücken.
  3. Die Samen gleichmäßig und nicht zu dicht aneinander in oder auf die Erde geben (je nachdem ob es Dunkelkeimer oder Lichtkeimer sind – siehe Beschreibung oben). Bei kleinen Töpfen gebe ich meist nur 1 – 3 Samen rein, bei Schalen verteile ich die Samen mit etwas Abstand dazwischen überall. Wieviele Samen man genau benötigt oder wieviel Abstand man beim Säen lassen sollte, steht aber immer auf der Samenpackung und unterscheidet sich je nach Gemüse (kleiner Tipp: Immer ein paar mehr Samen aussäen als benötigt, da nicht immer alle keimen oder überleben. Zur Not später lieber welche verschenken).
  4. Die Erde gut angießen und feucht halten. Eventuell einen lichtdurchlässigen Deckel auf die Pflanzen setzen (z. B. anhand so einem kleinen Gewächshaus, wie Ihr es auf den Fotos sehen könnt).
  5. Die Samen an einen warmen und sonnigen Ort stellen. Bei Bedarf kann man sie zur Unterstützung auch noch mit einer Anzuchtlampe bestrahlen (das muss aber definitiv nicht sein).
  6. Die Erde künftig feucht, aber nicht patschnass halten.
  7. Sobald die ersten Blätter an den Keimlingen gewachsen sind, kann man die Abdeckung entfernen (für den Fall, dass man eine drauf hat).
  8. Sofern einzelne Keimlinge zu eng aneinander stehen, müssen sie pikiert werden – mehr dazu gibt es weiter unten.

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Wann säe ich die Samen aus?

Für die meisten Gemüsesorten ist der März der beste Zeitpunkt zur Anzucht. Ein paar wenige Pflanzen kann man bereits im Februar aussäen, einige andere zieht man erst später im Jahr vor. Die genauen Zeiträume sind auf den Samenpackungen hinten immer angegeben. Dort steht auch beschrieben, ob die Samen überhaupt zur Anzucht im Haus geeignet sind oder ob sie direkt ins Freiland gestreut werden sollten. Ich selbst ziehe von Februar bis in den Mai Pflanzen vor (man kann aber auch danach noch vorziehen), daher hier mal einige Ideen, was man in diesem Zeitraum vorziehen kann. Bitte jedoch beachten, dass das nur Beispiele sind und dass es von jedem Gemüse verschiedene Sorten gibt, deren Aussaatzeiträume variieren können. Viele Gemüsesorten können zudem nicht nur in einem bestimmten Monat, sondern über einen längeren Zeitraum ausgesät werden (hier kommt es dann drauf an wann man ernten möchte – auch die Angabe des Zeitraums bis zur Ernte ist auf den Packungen in der Regel zu finden). Daher immer die Packungsangaben beachten!

Ab Februar

Zum Beispiel Paprika, Chili, Pepperoni, Tomaten, Aubergine, Artischocke und Pak Choi – diese Samen haben alle eine lange Keimdauer und können daher schon im Februar ausgesät werden.

Ab März / April

Zum Beispiel Salat, Zucchini, Kürbis, Gurken, Tomaten, Weißkraut, Zwiebeln, Salatrauke, Zuckermais, Andenbeere, Pastinaken, Erbsen, Bohnen und Melonen. Auch Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl und andere Kohlsorten (manche Kohlsorten können sogar schon im Februar gesät werden).

Mai / Juni

Zum Beispiel Zuckererbsen, Bohnen, Rucola, Rote Rüben, Zucchini, Zuckermais, verschiedene Salate, Gurken, Kürbis, Grünkohl, Broccoli und Asia Salate.

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An welchem Standort sollten die ausgeäten Samen stehen?

Die Samen sollten an einem einigermaßen warmen und hellen Standort stehen. Zum Keimen benötigen die meisten Samen Temperaturen von 18 – 25 Grad (Ausnahmen gibt es natürlich, unter anderem oben beschrieben). Zudem sollte der Standort vor Zugluft geschützt sein. Sofern man eine Abdeckung in Form eines Deckels oder Folie über den Samen hat, kann man diese entfernen, sobald die Samen gekeimt haben und kleine Pflänzchen wachsen.

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Wie oft muss ich die Samen oder Keimlinge gießen?

Die Samen und Keimlinge benötigen Wasser und Licht. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Die Erde sollte immer gut feucht, aber nicht patschnass sein. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, weshalb die Töpfe und Schälchen auch grundsäzlich einen Ablauf haben sollten.

Wie kann ich das Wachstum unterstützen?

Zur Unterstützung des Wachstums gibt es zum Beispiel auch Anzuchtlampen, die die Keimlinge mit ausreichend Licht versorgen und dafür sorgen, dass die Keimlinge kräftig werden. Das ist aber wirklich nur eine zusätzliche Möglichkeit, um die Anzucht NOCH besser zu gestalten.

Was muss ich machen, wenn die ersten Pflänzchen wachsen?

Nach einigen Tagen (je nach Gemüsesorte dauert es kürzer oder länger – siehe Angabe der Keimdauer auf den Samen Päckchen) bilden sich die ersten Pflänzchen. Sofern man mehrere Samen auf engem Platz ausgesät hat und nun zuviele Keimlinge zu eng aneinander stehen, muss man sie pikieren, sprich voneinander trennen. Dabei setzt man die Keimlinge auseinander oder man nimmt den kräftigsten Keimling und pflanzt diesen um. Dafür nimmt man die Keimlinge aus der Erde, löst sie vorsichtig voneinander und pflanzt sie neu ein. Manche kürzen bei kräftigen Pflanzen noch die Wurzel ein wenig, damit diese sich vermehrt verzweigt und später besser wächst, ich selbst mache das nicht. Nach dem Umsetzen gießt man die Pflänzchen wieder an.

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Wann kann ich das Gemüse ins Freie oder in große Töpfe setzen?

Sobald sich nach einiger Zeit oberirdisch eine kräftige Pflanze entwickelt hat, die nicht mehr allzu zart ist, kann man die Pflänzchen umsetzen. Manche Pflänzchen verlieren auch etwas von ihrer kräftigen Farbe, wenn ihnen der Platz nicht mehr reicht, zudem haben sie dann meist einen kräftigen Wurzelballen. Um die Gemüsepflanzen ins Freie zu setzen, sollte es keinen Frost mehr geben, weil das die meisten Pflänzchen nicht überleben würden. Meistens ist das ab Mai der Fall. Ab wann man welche Gemüseart rauspflanzen kann, steht aber auch immer auf den Samen Packungen. Dasselbe gilt übrigens für den Umzug in Töpfe, die im Freien stehen.

Welche Gemüsesorten soll man nicht vorziehen, sondern direkt ins Freiland säen?

Direkt ins Freiland sät man vor allem Knollenpflanzen wie zum Beispiel Karotten, Radieschen, Rettich und Rote Bete (obwohl man letztere auch vorziehen und vorgezogen kaufen kann). Man sagt nämlich, dass diese Sorten, bei denen das Gemüse eine Wurzel ist, kräftiger wachsen, weil sie ihre Wurzeln direkt in der Erde verankern und entfalten können. Aber auch Erbsen und Bohnen zieht man nicht vor, das liegt hier aber vor allem daran, dass diese Arten so schnell wachsen, weshalb das Vorziehen schlichtweg keinen Sinn macht.

Wie behalte ich den Überblick darüber, was ich wann und wie pflanze?

Ich selbst lege zu Beginn der Anzuchtzeit erstmal alle Samen Packungen (also auch diejenigen, die ich nicht vorziehen muss) auf einem Tisch aus. Dann sortiere ich wie folgt:

Zunächst sortiere ich die Gemüsesorten, die ich bereits im Februar vorziehen kann, wie zum Beispiel Tomaten und Kohlrabi.

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Im Anschluss lege ich alle Sorten zueinander, die ab März vorgezogen werden können, wie zum Beispiel Kürbis, Gurken, Melonen, Zucchini usw.

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Aussortiert und extra gelegt werden rankende Pflanzen (Kletterpflanzen), weil ich diese in einen Topf mit Rankhilfe setze (man kann sie natürlich auch ins Beet setzen und dort eine Rankhilfe anbringen).

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Und dann werden natürlich noch die Sorten aussortiert, die ich nicht vorziehe, sondern die direkt an Ort und Stelle ausgesät werden, also direkt ins Freiland oder gleich in einen großen Topf, in dem sie auch bleiben sollen. Und dann kann es losgehen mit der Gemüsezucht!

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So, ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Tipps, wie ich selbst mein Gemüse vorziehe, eine gute Hilfestellung geben, damit die Anzucht auch bei Euch bestens klappt. Sofern Ihr noch Fragen habt, stellt sie mir einfach in der Kommentarbox unten. Gerne könnt Ihr mir dort auch Euer Feedback zu meinem Beitrag hier geben, ich würde mich darüber freuen!

Und falls Ihr im Samen Maier Online Shop bestellt (zum Shop geht es HIER), denkt dran, mit dem Code „lifeisfullofgoodies“ könnt Ihr ein paar Prozente sparen (der Code gilt bis 31.12.2020).

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☆ Mara

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3 Kommentare

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3 Kommentare

Liza 11. März 2020 - 8:00

Vielen lieben Dank für diesen ausführlichen Beitrag. 🙂 Ich ziehe dieses Jahr zum ersten Mal Gemüse selbst vor und bin schon ganz gespannt.

Antworten
Petra 11. März 2020 - 10:33

Vielen lieben Dank, ich will dieses Jahr auch zum ersten Mal etwas auf dem Balkon wachsen lassen und so detailliert habe ich bisher noch keine Infos gefunden.
Bin gespannt, ob alles klappt.

Antworten
Nicole Brinker 8. April 2020 - 16:02

Hallo Mara, danke für die tollen Tipps. Meine pappbehälter hatte ich abgedeckt und jetzt ist an ihnen Schimmel. Muss ich diese jetzt wegwerfen und noch einmal neu aussäen. Lg nicole

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