Eine Anleitung für die Deko (glänzende Baisers und buntes „Zuckerfeuerwerk“)

Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"Silvester steht vor der Tür. Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Während wir uns wahrscheinlich alle bereits an Weihnachten überlegten wo die Zeit geblieben ist, merken wir spätestens am letzten Tag des Jahres wie vergänglich dieses Leben ist. Wie schnell es an einem vorbeizieht und wie wenig Zeit wir haben. Zeit, die wir aufgrund dessen sinnvoll nutzen sollten. In jeder Hinsicht. Zeit, die wir mit lieben Menschen verbringen sollten, an schönen Orten, mit leckerem Essen. Und damit wir nun nicht allzu emotional werden, widmen wir uns auch gleich mal dem Thema Essen. Denn es gibt Torte!

Auffällig dekorierte Torten, wie ich sie liebe! Vor allem dann, wenn sie aussehen als seien sie einem Märchen entsprungen. Einer unechten Welt. Einem Traum. Wenn man nicht wagt daran zu glauben, dass diese Kreationen tatsächlich essbar sind. Schön, edel, glitzernd. Schick und elegant. Ja, ich könnte mir tatsächlich stundenlang Fotos von sensationellen Torten anschauen, denn es gibt auf der Welt wirklich ganz tolle Cake Designer, die sich dieser Kunst widmen.

Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"

Große Torten zu backen beansprucht in der Regel ziemlich viel Zeit. All die Böden, die gebacken werden müssen, die verschiedenen Füllungen und die Cremes, mit denen die Torten bestrichen werden. Da steht man schonmal stundenlang in der Küche und ist am Werkeln. Am meisten Zeit beansprucht normalerweise dann allerdings tatsächlich die Dekoration. Bei Fondanttorten zum Beispiel könnte ich mich wahrlich verkünsteln. Und mache das hin und wieder natürlich auch. Zumindest dann, wenn es einen besonderen Anlass im Familien- oder Freundeskreis gibt, der mich dazu anspornt, mal wieder eine aufwendig gestaltete Torte zu kreieren.

Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"

Da man jedoch nicht immer die Zeit hat bzw. seine Zeit anderweitig und nutzen muss oder möchte, habe ich Euch heute eine Variante mitgebracht, die man Stück für Stück ganz prima vorbereiten kann, damit man nicht an einem einzigen Tag stundenlang in der Küche stehen muss. Die Baisers für diese Torte kann man nämlich einige Tage im Voraus zubereiten und das „Feuerwerk“ aus Zuckerhaselnüssen sogar schon ein paar Wochen im Voraus, wenn es sein muss. Und übrigens, wer überhaupt keine Lust hat selbst zu backen, der kann sich zur Not auch zwei qualitativ hochwertige Kuchen oder Torten kaufen, diese aufeinanderstellen, mit Creme einschmieren und lediglich noch die Deko anbringen. Geht auch, logo. Jedem das Seine, wie man so schön sagt. Auch im neuen Jahr. In diesem Sinne: Guten Rutsch Euch allen!

Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"

Die Anleitung für die Deko (Baisers und bunte Zuckerhaselnüsse):

Meringue-Torte mit Zuckerfeuerwerk
 
Zutaten
Für die Baisers:
  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Zucker
Zudem:
  • Goldenes Glanzspray (ich habe das HIER* verwendet)
Für die Zuckerhaselnüsse (das Zuckerfeuerwerk):
  • 1 Handvoll ganze Haselnüsse
  • ca. 200 - 300 g Isomalt (alternativ Zucker, dann werden die Zuckernüsse jedoch karamellbraun und man kann sie nicht wirklich bunt einfärben. Isomalt hingegen bleibt transparent und kann gut eingefärbt werden)
  • Lebensmittelfarbe nach Wunsch
  • Zahnstocher
Zubereitung
Für die Baisers:
  1. Den Backofen auf 70 C° Umluft (90 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen.
  2. Das Eiweiß mit der Prise Salz steifschlagen. Den Zucker dabei langsam einrieseln lassen und ein paar Minuten weiterschlagen bis man einen festen und schön glänzenden Eischnee hat. Der Zucker sollte sich aufgelöst haben (das merkt man, indem man einfach mal probiert - sind die Kristalle weg, dann ist er aufgelöst. Sind sie noch da, weiterschlagen!).
  3. Einen Spritzbeutel mit Sterntülle bestücken (oder stattdessen einen Gefrierbeutel, bei welchem man einfach eine Ecke abschneidet und die Tülle einsetzt - so mache ich das immer). Anschließend den Eischnee einfüllen und auf die mit Backpapier ausgelegten Backbleche kleine Tuffs spritzen.
  4. Die Baisers nun ca. 2 - 3 Stunden im Ofen trocknen lassen. Zwischendurch immer mal wieder die Backofentür kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  5. Man kann die Baisers auch noch länger im Ofen lassen (sogar mehrere Stunden), wenn man sichergehen will, dass sie komplett durchtrocknen bzw. wenn man sie eine zeitlang im Voraus schon herstellt.
  6. Nach dem Backen gut auskühlen lassen. Sie werden in der Regel erst richtig fest, wenn sie komplett abgekühlt sind.
Für die Zuckerhaselnüsse:
  1. Für die Zuckerhaselnüsse als Deko einfach eine Handvoll ganze Haselnüsse einzeln auf Zahnstocher spießen. Den Isomalt bei hoher Temperatur in einer beschichteten Pfanne schmelzen lassen (alternativ den Zucker karamellisieren lassen). Die Lebensmittelfarbe unterrühren (vorsicht, super heiß!). Hier kann man verschiedene Farben nehmen, dafür muss man sich das Isomalt dann einfach aufteilen und jeweils einfärben. Dann benötigt man eventuell allerdings auch noch etwas mehr Isomalt.
  2. Das flüssige Isomalt kurz abkühlen lassen bis das Isomalt leicht zähflüssig wird. Dann die Haselnüsse durch das Isomalt (oder das Karamell) ziehen, abtropfen lassen, damit ein langer Faden entsteht und kopfüber aufhängen (ich hänge sie z. B. mit Tesa an meine Hängeschränke, geht auch gut an der Abzugshaube).
  3. Trocknen lassen.
  4. Für eine Torte diese einfach mit einer Creme nach Wahl einstreichen und vor dem Servieren die getrockneten Baisers darauf setzen (die Baisers sollten nicht allzu lange vorher aufgebracht werden, da sie ansonsten durchweichen). Ich habe die Baisers ganz nah aneinander gesetzt und in den kleinen Zwischenräumen dann nochmal Cremetupfen aufgespritzt.
  5. Die Zuckerhaselnüsse auf der Oberfläche einstecken.
  6. Die Torte mit etwas Pearl Glanzspray einsprühen und fertig ist das schöne Stück.

 

Meringue-Torte mit "Zuckerfeuerwerk"

☆ Mara

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