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Bratäpfel vom Grill und im SchlafrockVor kurzem war ich auf der Suche nach einem Weihnachtsdessert. Every year the same procedure sozusagen. Das Essen an Weihnachten ist für mich immer ganz besonders, egal ob wir in tagelanger Arbeit ein 3 Sterne Menü zaubern oder was wunderbar Schlichtes in einer einzigen Stunde auf den Tisch bringen. Hauptsache lecker ist es! Und für uns besonders.

Nun ist es aber so, dass ein Gericht nicht dadurch besonders wird, dass es total ausgefallen ist. Nein, ganz im Gegenteil. Natürlich ist es schön, mit neuen Geschmacksvarianten zu experimentieren und innovatives Essen auf den Tisch zu bringen. Besonders kann aber zum Beispiel auch ein Gericht sein, das einen an seine Kindheit erinnert. Oder an eine bestimmte Zeit im Leben, wie womöglich einen Urlaub in einem schönen Land. An eine unbeschwerte Zeit vielleicht, an etwas, das einen schlicht und einfach ganz individuell auf irgendeine Art und Weise bewegt.

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Mich selbst bewegen zum Beispiel meine heutigen Bratäpfel. Nicht, weil sie so extraordinär mit ihrer Baiserhaube daherkommen und komplett auf dem Grill zubereitet wurden. Sondern vielmehr deshalb, weil es ein Gemeinschaftsprojekt mit meinen Elten war. Teamwork sozusagen. Denn am Tag der Zubereitung hatte jeder von uns seine Aufgabe. Ich selbst bereitete die Bratäpfel zu, Papa war für den Grill verantwortlich und Mom passte auf den Junior auf. Und auch die Idee selbst kam dieses Mal nicht von mir, sondern von Paps. Denn als ich nach einem weihnachtlichen Dessert vom Grill suchte, kam er plötzlich mit Bratäpfeln ums Eck.

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Ja, wie gesagt, die Bratäpfel haben wir auf dem Grill zubereitet. Ich wollte nochmal was auf meinem Weber Genesis® II SP-335 GBS zubereiten (Ihr erinnert Euch vielleicht, ich hatte den Grill vor längerer Zeit HIER ausführlich vorgestellt), als Abschlussbeitrag für dieses Jahr sozusagen. Und die Idee mit den Bratäpfeln für Weihnachten fanden wir irgendwie total schön, vor allem mit der Vorstellung, dass es an den bevorstehenden Feiertagen womöglich leicht schneit, man sich warm anziehen kann, ein kleines Feuer neben dem Grill draußen anzünden und Bratäpfel dabei grillen kann. So rustikal, so einfach, so wunderbar! Wer sein Weihnachtsdessert also dieses Jahr im Kreis seiner Lieben einfach mal draußen zubereiten will, der sollte das, ohne noch länger darüber nachzudenken, einfach tun!

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Das Rezept für die Bratäpfel:

Bratäpfel vom Grill und im Schlafrock
 
Zutaten
Für ca. 12 - 14 Äpfel:
  • 12 - 14 mittelgroße Äpfel
Für die Füllung:
  • 100 g Mandeln gemahlen
  • 100 g Mandeln gehobelt
  • 200 g Sultaninen
  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 340 g Aprikosenkonfitüre
  • Etwas Zimt (Menge nach Geschmack)
Zudem:
  • 12 - 14 Butterflöckchen
  • Butter zum Einfetten der Backform
Für das Baiser:
  • 2 Eiweiß
  • 2 Esslöffel Zucker
Für Äpfel im Schlafrock:
  • Blätterteig aus der Kühltruhe, eine gewöhnliche Packung genügt für 2 - 3 Äpfel
Zubereitung
  1. Die Äpfel waschen und jeweils den Kern bzw. die Mitte komplett mit einem Apfelausstecher ausstechen.
  2. Alle weiteren Zutaten nun miteinander vermengen, die Marzipanrohmasse zuvor am besten in kleine Stücke reißen, damit man sie mit den übrigen Zutaten besser "verkneten" kann. Ich habe das mit den Händen gemacht. Das Marzipan sollte so gut wie möglich unter die anderen Zutaten gearbeitet werden. Die Füllung nun in die ausgestochenen Äpfel drücken, so gut wie möglich füllen.
  3. Auf jeden Apfel in die Mitte nun ein Butterflöckchen setzen und die Bratäpfel in eine oder zwei ausgebutterte Backformen setzen.
  4. Die Äpfel nun auf dem Grill bei ca. 200 Grad ungefähr 25 Minuten backen. Im Backofen bei 180 °C Umluft oder 200 °C Ober- / Unterhitze, ebenso ca. 25 Minuten. Die Backzeit kommt ein wenig auf die Äpfel selbst drauf an (ob sie schnell weich werden oder eher fester sind).
  5. Kurz vor dem Ende der Backzeit das Eiweiß noch mit dem Zucker steifschlagen und auf die Äpfel spritzen. Noch kurz auf den Grill oder in den Ofen schieben und leicht bräunen lassen (aber Vorsicht, das Baiser bräunt schnell!).
  6. Wer Äpfel im Schlafrock möchte, der schlägt um jeden Apfel vor dem Backen einfach noch ein großes Rechteck Blätterteig. Den Teig oben in der Mitte zusammendrücken und ein kleines Quadrat Blätterteig drauflegen. Nun noch komplett mit Eigelb bestreichen und backen bis der Blätterteig schön goldbaun geworden ist. Das dauert ebenso ca. 25 Minuten.
  7. Die Bratäpfel warm mit Puderzucker bestäuben und am besten mit einer Vanillesauce servieren.

 

Bratäpfel vom Grill und im Schlafrock

☆ Mara

 

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