Earl-Grey-Schokoladenkuchen Ihhhhh, draußen ist es nass. Und kalt. Und windig. Und einfach ungemütlich. Da will doch kein Mensch vor die Tür gehen. Ich zumindest nicht. Und ich bin sicher, viele von Euch auch nicht. Oder?

Heute ist ein Jammertag. Naja, kein richtiger Jammertag. Aber so ein gelangweilter Ich-hab-zu-nichts-Lust-Tag. Wie gut, dass zumindest Sonntag ist und ich keine Termine und auch keinen einzigen Plan habe AUßER: Im Bett bleiben. Oder auf der Couch, das geht von mir aus auch. Hauptsache nicht raus.

An solchen nasskalten, windigen Tagen will nicht mal unser Kater vor die Tür. Sofern er sich überhaupt mal von seinem Sessel bewegt – jaaa, der Herr hat natürlich einen eigenen Sessel, aus welchem jeder verjagt wird, der ihn besetzt, wenn der kleine Prinz drauf will. Eigentlich ist es noch viel schlimmer, denn jeder, der auf dem Sessel Platz genommen hat, steht freiwillig auf, sobald sich dieses kleine Geschöpf nähert, damit dieses sich gemütlich darauf betten kann. Ist ja nicht so, als hätte der Kater nicht 100.000 andere Plätze bei meinen Eltern, die er regelmäßig belegt. Aber gut, er ist halt verwöhnt.

Wie oft kommt es vor, dass er zur Tür läuft, sich diese von einem seiner zahlreichen Diener zuhause öffnen lässt, seine Nase ins Freie steckt ohne auch nur einen Schritt in Richtung draußen zu tätigen, etwas an der Luft schnüffelt, kehrt macht und schnurschtracks wieder zu seinem Sessel läuft. Auf dem Weg zurück macht er höchstens noch einen kleinen Abstecher in die Küche, falls bis dahin noch keiner der Untertanen von allein auf die Idee gekommen ist, dem Herren einige Leckerlis vorbeizubringen. Wieder im Sessel angekommen, macht man es sich dann lieber wieder im Warmen gemütlich. Und so geht das mehrere Male am Tag…

Earl-Grey-Schokoladenkuchen

Im Warmen ist es an Tagen wie diesen einfach am schönsten. Deshalb schmeiß ich mich heute nun auch auf die Couch, trinke eine schöne Tasse Tee und esse ein Stück von diesem schokoladigen Earl Grey Kuchen, den meine Mom gebacken hat. Passt doch wunderbar zu diesem Miesepeter-Wetter, Schokolade macht ja bekanntlich auch gute Laune…

Aber wenn wir gerade schon mal bei meinem Kater sind… Katzen sind ja in der Tat sehr eigen. Früher fand ich die Gattung der Katzen ehrlich gesagt alles andere als toll. Die waren mir zu eigen, zu launisch und einfach nicht so sympathisch. Tja, wie sich die Zeiten ändern… Eines Tages hatten wir eine Besucherkatze. Ein kleines verschmustes Kätzchen, das täglich kam und nach Zuneigung Ausschau hielt. Das fand ich so süß, dass ich meine Meinung zu den Tieren tatsächlich änderte.

Earl-Grey-Schokoladenkuchen

Einige Zeit später entschloss ich mich, mal im Tierheim vorbeizuschauen und zu gucken, ob sie ein kleines Kätzchen hätten. Ich nahm mir aber vor, keines mit nach Hause zu nehmen… es sei denn, sie hätten ein getigertes junges Kätzchen da. Die Chance war in dem kleinen Tierheim ohnehin ziemlich schlecht – dachte ich. Wie es aber so kam, befand sich ein junger kleiner Tiger unter den Tieren, der nun mittlerweile seit knapp 10 Jahren unser Leben bereichert. Unser Herzstück

Das Rezept für den Earl-Grey-Schokoladenkuchen:

Earl Grey Cake
 
Zutaten
  • Für den Teig:

  • 3 Teebeutel Earl-Grey-Tee
  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1½ Esslöffel Kakaopulver
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 50 g gemahlene Haselnüsse
  • 50 g Zartbitter-Schokolade
  • 50 g getrocknete Feigen oder Datteln
  • 50 g ganze Haselnusskerne

  • Für die Glasur:

  • 70 g Zucker
  • 4 Teebeutel Earl-Grey-Tee
  • 70 g Zartbitter Schokolade
  • 2 Esslöffel Hasenusskerne
  • 2 Esslöffel getrocknete Feigen

  • Zudem:

  • Fett für die Form
  • einige Semmelbrösel für die Form
Zubereitung
  1. Für den Teig 150 ml Wasser aufkochen und den Earl-Grey-Tee damit aufgießen. 10 Minuten ziehen lassen.
  2. Den Ofen auf 180 °C Umluft (200 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen.
  3. Die weiche Butter mit dem Zucker, dem Zimt und dem Salz schaumig rühren. Die Eier nacheinander dazurühren.
  4. Das Mehl mit dem Kakako und dem Backpulver sieben und mit den gemahlenen Haselnüssen und 125 ml Tee unter die Buttermasse rühren. Einen gleichmäßigen Rührteig herstellen.
  5. Nun noch die Schokolade, die Feigen oder Datteln und die Haselnusskerne klein hacken und unterheben.
  6. Den Teig in eine gefettete und mit den Semmelbröseln ausgestreute Form geben und ca. 45 Minuten backen. Einen Stäbchentest machen und anschließend den Kuchen gut auskühlen lassen.
  7. Für die Glasur den Zucker, 100 ml Wasser und die Teebeutel aufkochen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Teebeutel herausnehmen und ausdrücken. Das Teesirup kurz abkühlen lassen. Sodann 50 g der Schokolade kleinhacken und unter Rühren im Sirup schmelzen (dafür darf das Sirup nicht mehr zu heiß sein, weil sonst die Schokolade später grau wird). Nochmals etwas abkühlen lassen.
  8. Nun den Kuchen mit der Glasur bestreichen und mit gehackten Haselnüssen, getrockneten Feigen und der restlichen Schokolade bestreuen.

 

Earl-Grey-Schokoladenkuchen

☆ Mara

 

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2 Kommentare zu Earl-Grey-Schokoladenkuchen

  1. Carolin
    17. März 2016 at 20:48 (3 Jahren ago)

    Hallo Mara,

    Der Kuchen ist klingt Mega toll. Ich würde ihn allerdings gerne mit Fomdant eindecken und dafür anstatt der Glasur den Kuchen mit einer Ganache überziehen. Hast du eine Idee wie ich den Tee-Geschmack in die Ganache bekomme, oder soll ich eine normale dunkle machen??
    Danke für deine Hilfe, liebe Grüße Carolin

    Antworten
    • Life Is Full Of Goodies
      20. März 2016 at 12:40 (3 Jahren ago)

      Danke liebe Carolin :-)
      Mmmh, vielleicht kann man einfach ein wenig sehr starken Tee mit in die Ganache einrühren. Ich denke, dass das schon funktionieren sollte.
      Liebe Grüße
      Mara

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