Banana Chocolate Ice Cream Sandwich

Banana Chocolate Ice Cream Sandwich

Ein Eissandwich. Die Dinger gibt es ja wirklich schon ewig. Als ich mich noch im Kleinkindalter befand, stand meine Mom zum Beispiel total auf diese Domino-Eissandwiches. Oder auf die mit den 3 Eissorten Vanille, Erdbeere und Schokolade drin. Außenrum befand sich eine Waffel und die Teile waren viereckig. Ich komme grad nicht auf den Namen. Wisst Ihr welche ich meine?! Die gab es wirklich an jeder Ecke, da auch so gut wie an jeder Ecke eine Eistruhe stand. Im Kiosk nebenan, im Tennis-Clubhaus, in Gaststätten… Ich frag mich, wo sind die Truhen alle hin?! Ich vermisse die Dinger!

Umso erfreuter war ich, als wir vor kurzem in Thailand irgendwo in der Pampa am Strand eine Beach Bar entdeckten, in der solch eine Old School Eistruhe stand. Und noch besser war, dass sie tatsächlich auch reichhaltig gefüllt war. Da gab´s erstmal eine große Runde Eis für alle.

Kaum daheim angekommen ging es wieder zur Arbeit. Meine erste Mittagspause verbrachte ich im Gartencenter (wo ich übrigens gerne meine Pausen verbringe. Noch lieber allerdings im Bauhaus :-D ). Ich besorgte einige Pflänzchen für meinen Gemüsegarten, stellte mich voll bepackt an die Kassenschlange und erspähte plötzlich… eine Eistruhe! Wie cool! Im wahrsten Sinne des Wortes. Also gab´s schon wieder Eis. Zusammen mit der Erkenntnis, dass es nach wie vor Eistruhen an der ein oder anderen Ecke gibt, ich sollte künftig womöglich einfach meine Augen besser aufhalten…

Klein-Mara jedenfalls fand Eis mit Waffel früher ebenfalls grandios, deshalb bekam sie natürlich auch immer eins. Ok, ich geb zu, ich fand damals so ziemlich JEDES Eis grandios… hach, so isses halt, bin halt schon immer ein Süßmäulchen gewesen. Da hat sich bis heute nicht wirklich was verändert.

So, nun aber kommt die Eissandwich-Reloaded-Version. Nicht mit Waffel außenrum, sondern mit einem Keks. Genauer gesagt hier mit einem Brownie Cookie. Denn wenn man so einen Foodblog – oder Backblog – betreibt, dann will man ja auch im Sommer Rezepte kredenzen, die für warme Tage wie diese taugen. Und was eignet sich da besser als Eis! Und dann auch noch mit Schokolade…

Banana Chocolate Ice Cream Sandwich

Das Rezept für 8 Banana Chocolate Ice Cream Sandwiches:

Das Rezept für die Brownie Cookies:

200 g Zartbitterschokolade
30 g Butter
130 g brauner Zucker
2 Eier
20 g weißer Zucker
1 Prise Salz
55 g Mehl
1/2 gestrichener Teelöffel Natron
1/2 gestrichener Teelöffel Backpulver

Banana Chocolate Ice Cream Sandwich

Das Rezept für die Banana Chocolate Chip Eiscreme:

4 Eigelb
100 g Puderzucker
200 g sehr reife zerdrückte Banane
180 g Frischkäse
400 g Sahne
50 g Chocolate Chips (alternativ kleine Schokostückchen)

Banana Chocolate Ice Cream Sandwich Rezept

Den Backofen auf 170° Umluft vorheizen.

Zuerst backen wir die Brownie Cookies. Dafür die Zartbitterschokolade klein hacken und mit der Butter zusammen in einem Wasserbad oder auf niedriger Wattzahl im Mikro schmelzen. Den braunen Zucker mit den Eiern schaumig schlagen. Sodann den weißen Zucker und das Salz dazurühren. Mehl, Natron und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Den Teig mit einem Löffel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech in ca. 16 kleine runde Häufchen aufteilen. Außenrum genügend Platz lassen, weil die Cookies beim Backen größer werden. Ca. 13 – 15 Minuten backen. Nach dem Backen sind die Cookies noch total weich, das ist richtig so. Erstens werden sie nach dem Abkühlen noch härter, zweitens werden sie später mit eingefroren, sprich, sie müssen vorher weich sein, damit sie im gefrorenen Zustand nicht steinhart werden.

Banana Chocolate Ice Cream Sandwich

Für das Eis das Eigelb mit dem Puderzucker schaumig schlagen. Anschließend die gut zerdrückte Banane sowie den Frischkäse unterrühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben. Zum Schluss noch die Chocolate Chips (oder die Schokostückchen) einrühren. Nun die Masse in eine Eismaschine geben und nach Anleitung der Maschine gefrieren. Bei meiner Eismaschine von Unold (das ist diese HIER*) dauert das ca. 45 Minuten bis das Eis fertig ist. Die Eismasse sodann in einen gefriertauglichen Behälter geben und nochmals 3 – 4 Stunden gefrieren lassen.

Wer keine Eismaschine hat, der kann die Eismischung einfach direkt in ein gefriertaugliches Gefäß geben und das Eis einfrieren. Die Masse die ersten 1 – 2 Stunden dann aber ab und an umrühren, damit die Eiskristalle, die sich beim Einfrieren bilden, zerschlagen werden und das Eis später cremiger wird.

Nun  je eine Kugel vom fertigen und etwas angetauten Eis zwischen zwei Cookies geben, vorsichtig (! sonst brechen die Kekse) etwas platt drücken und nochmal ca. 1 Stunde einfrieren. Dann können die Eis-Sandwiches verputzt werden. Am besten auch innerhalb von zwei, drei Tagen verspeißen.

Banana Chocolate Ice Cream Sandwich Rezept

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☆ Mara

Life is full of ice-cream goodies!!!

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Erdnuss Karamell Eis… soooo lecker!

Erdnuss Karamell Eis… soooo lecker!

 

Limettensirup. Nicht nur zum Caipi toll…

Limettensirup. Nicht nur zum Caipi toll...Caipirinha kennt heutzutage so ziemlich jeder. Aber nicht jeder weiß, dass man diesen in der original brasilianischen Version mit weißem anstatt mit braunem Zucker macht. Viele mixen ihn nach wie vor mit braunem Zucker zusammen. Ist ja eigentlich auch egal, weiß oder braun, Hauptsache es schmeckt. Und damit es NOCH besser schmeckt als ohnehin schon, habe ich heute einen tollen Sirup für Euch, den man in seinen Cocktail mit dazu mischen kann.

Den Caipi muss man nämlich nicht nur ausschließlich mit frischen Limetten machen, man kann gerne noch einen Schuss lecker-süßen Limettensirup hinzugeben. Das nimmt dem Caipi noch etwas vom extrem sauren Geschmack und macht ihn meiner Meinung nach wesentlich süffiger. Letzteres ist – vor allem angesichts der uns bevorstehenden großen Hitzewelle – nicht zwangsläufig von Vorteil, zugegeben. Wer will schon vollkommen betüttelt durch die Gegend rennen… ach… wobei… …

Dieser Sirup schmeckt im Übrigen aber auch zu anderen Mixturen (auch zu nicht-alkoholischen), über Eis oder einfach in einem Glas Sprudel.

Nicht zu vergessen ist übrigens natürlich noch der enorme gesundheitsfördernde Beitrag dieser fantastischen Flüssigkeit ***hüstel*** Neben dem ganzen Zucker enthält der Sirup nämlich auch ganz schön viel Vitamin C! (Ich hoffe man erkennt den ironischen Touch meiner Aussagen ;-) )

Das Rezept für den Limettensirup:

14 Bio-Limetten
1,5 kg Zucker

Die Limetten heiß waschen und abtrocknen. Die Schale dünn abschälen (aber bitte darauf achten, dass nichts von der weißen Unterhaut mit abgeschält wird, weil der Sirup sonst bitter wird. Am besten mit einem Zestenreißer arbeiten.
Die Limettenschalen in einem Topf mit 1 Liter Wasser sprudelnd aufkochen, vom Herd nehmen und ca. 10 Minuten stehen lassen. Dann den Sud abseihen und auffangen, den brauchen wir nämlich gleich.

Die Limetten halbieren, den Saft auspressen und diesen durch einen feinen Sieb gießen. In einem großen Topf den Saft, den Zucker und den Limettenschalen-Sud vermengen. Alles unter Rühren aufkochen und einige Minuten einköcheln lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Je länger man den Sirup nun vor sich hin köcheln lässt, desto dickflüssiger wird er später.  Nach dem Abkühlen wird er übrigens immer noch zähflüssiger als er es im heißen Zustand ist!

Den Limettensirup noch heiß in saubere Flaschen gießen, verschließen und anschließend kühl und dunkel lagern.

Und schön dran denken: Sauer macht lustig!

Limettensirup. Nicht nur zum Caipi toll...

☆ Mara

Life is full of lime goodies!!!

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Banana {N}Ice Cream

FIT FOOD

Banana {N}Ice CreamBanaaaanaaaaaa, oh ohhhh… Baaanaaanaaaaaa oho ohoooooo… Dieses Bananeneis gehört definitiv zu meinen Lieblingsrezepten 2015. Ratzi fatzi gemacht, monsterlecker und dann auch noch völlig gesund! Ja wo gibt´s denn sowas?! Na HIER, bei der Mara… Oh je, Ihr seht schon, es ist bei mir gerade Samstag Abend und schon ziiiieeeemlich spät, ich müsste so langsam mal in die Heia gehen. Wenn die Mara nämlich bereits anfängt in der 3. Person von sich zu reden, dann wird´s allerhöchste Eisenbahn, dass die aktuelle Aktion abgebrochen wird. Egal welche. Schlafenszeit ist dann angesagt!

Ok, ich werde nun also tatsächlich bald ins Bett gehen, mir fallen eh schon fast die Augen zu. Aber vorher will ich Euch noch dieses gesunde Eis andrehen. Warum ich nahezu mitten in der Nacht auf Eis komme?! Weil diese Variante hier auch gerne mal als sündenfreies Betthupferl dienen kann.

Die Figur, die Figur. Das ist ja eh immer so ein leidiges Thema. Da isst man den ganzen lieben langen Tag gesundes Zeugs, das auch noch in Maßen, nimmt sich vor, so gegen 18 Uhr die letzte Mahlzeit zu sich zu nehmen, weil später essen ja angeblich nicht soooo gut sein soll (weil der Magen dann in der Nacht verdauen muss, obwohl der Körper doch eigentlich Ruhe finden und sich regenerieren soll) und schafft das zunächst dann auch. Man futtert also konsequent um 18 Uhr und danach (*erstmal*) nichts mehr. So, und jetzt?! Dann ist plötzlich 0 Uhr 20, weil man nicht einschlafen kann, und plötzlich findet man sich selbst in der Küche wieder, “schier” sterbend vor Heißhunger und suchend nach einem Snack, der die eiserne Disziplin, die man doch bis 0 Uhr 20 an den Tag gelegt hat nicht völlig zunichte macht. Und letztendlich rechtfertigt man seine Suche im heimischen Kühlschrank dann damit, dass ja schließlich ein neuer Tag ist. Am Abend zuvor hat man es ja durchaus geschafft, nach 18 Uhr nichts mehr zu essen…

Nun gut, es ist also 0 Uhr 20. Und die Heißhungerattacke ist präsenter denn je! Wie aber Abhilfe schaffen?! Mit Schokolade!? Mit einem Stück Käse?! Ach was! Schnee von gestern. Nun gibt es die perfekte Nascherei für uns Weiber, die um ihre Figur und Gesundheit besorgt sind (ist aber auch für die männlichen Geschöpfe unter uns geeignet): Bananeneis aus nur 2 (!) gesunden Zutaten! Aus Bananen und einem Schuss Milch (oder Mandelmilch). Sonst nix. Geht nicht?! Ohhhh doch, und wie das geht!

Jetzt können wir auch spät abends nahezu ganz ohne schlechtes Gewissen Berge von Eis in uns reinschaufeln…

Das Rezept für die Banana {N}Ice Cream:

5 reife Bananen (oder auch mehr oder weniger)
1 Schuss Milch nach Wahl (Kuhmilch, Mandelmilch, Sojamilch, o. ä., geht alles)

Zudem:

frisches Obst und etwas Schokosauce zum Dekorieren

optional kann noch alles mögliche unter das Eis gemischt werden:
z. B. Zimt, Kakaopulver, Vanillearoma, pürierte gefrorene Himbeeren (oder anderes gefrorenes püriertes Obst) gehackte Nüsse, Keksstückchen und und und…

Man schneide die reifen Bananen in kleine Stücke, packe diese in einen Gefrierbeutel und friere alles ein. Sobald man Lust auf {N}Ice Cream hat, packt man die gefrorenen Bananenstücke in einen leistungsstarken Blender oder Mixer (z. B. in einen Thermomix), gibt einen kleinen Schuss Milch nach Wahl dazu und mixt alles so lange bis es köstlich cremiges Eis ist. Tatatataaaaaaaaaaaaaaa! Fertig. Soooo lecker!

Gebt zu, jetzt könnt Ihr es gar nicht mehr abwarten bis es 0 Uhr 20 ist… ;-)

Banana {N}Ice Cream

☆ Mara

Life is full of ice cream goodies!!!

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Frozen Yoghurt und ´ne Neue {Eismaschine}

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Erdbeer-Tiramisu

Erdbeer-TiramisuTiramisu, der Klassiker schlechthin. Eine Kalorienbombe, wohl wahr. Aber wenigstens eine, die sich rentiert. Schmecken tut´s nämlich göttlich.

Das Tiramisu (zu deutsch: Zieh mich zu dir!) gibt es in den verschiedensten Varianten, mit verschiedenen Likören und Zutatenzusammenstellungen. Welches allerdings die ursprünglichste und originale Rezeptur ist, darüber streiten sich die Geister. Sogar Erdbeer- oder Orangen-Tiramisu mit Quark findet man heutzutage in den Rezeptsammlungen. Aber das klassische Rezept ist sicherlich das mit Espresso und Mascarpone.

Mich erinnert Tiramisu immer an meine Kindheit, weil wir jedes Jahr eine Zeit lang am Gardasee in Bardolino verbrachten. Meine Großeltern hatten dort ein wunderschönes Haus oben auf dem Berg. Mit wundervollem Blick auf den Lago di Garda. Meine Güte, was für eine unbeschwerte und wundervolle Zeit… Naja, jedenfalls gab es dort natürlich immer und überall Tiramisu. Was ich als Kind wegen dem Kaffee allerdings – anders als heute – so gar nicht mochte.

Da momentan bei uns aber Erdbeerzeit ist, gibt es heute keine klassische Tiramisu-Variante, sondern mein Erdbeer-Tiramisu, das ich bereits letztes Jahr für euch gemacht und fotografiert hatte, aber dann leider vergaß zu verbloggen. Insofern hole ich das jetzt nach. Weil es ein Mitbringsel für einen Grillabend war, gibt es leider auch kein Foto vom angeschnittenen Tiramisu. Ich will euch dieses sensationelle Rezept jedoch nicht länger vorenthalten, deshalb kommt es nun trotzdem online!

Erdbeer-Tiramisu

Das Rezept für mein Erdbeer-Tiramisu:

1 kg Erdbeeren
1 Zitrone
150 g Puderzucker
200 g cremiger Naturjoghurt
500 g Mascarpone
200 g Schlagsahne
400 g Löffelbiskuits
Orangensaft zum Tunken der Löffelbiskuits (so ungefähr 2 Gläser)

Die Erdbeeren waschen und vom Strunk befreien. Etwa die Hälfte der Erdbeeren mit dem Saft der Zitrone und ca. der Hälfte des Puderzuckers in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab zerkleinern. Die übrigen Erdbeeren in Scheiben schneiden und beiseite stellen.
Naturjoghurt, Mascarpone und den restlichen Puderzucker cremig rühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Mascarponemischung heben.

Nun die Hälfte der Löffelbiskuits in den Orangensaft tunken und in einer Glasschale auslegen. Sodann mit  ca. 1/3 des Erdbeerpürees bedecken. Die Hälfte der Erdbeerscheiben darauf verteilen und die Hälfte der Mascarponecreme darauf verstreichen. Nun das Ganze wiederholen. Sprich, die restlichen Löffelbiskuits erneut im O-Saft tunken und obendrauf schichten, mit 1/3 des Erdbeerpürees beträufeln, restliche Erdbeerscheiben darauf verteilen und alles mit der restlichen Mascarponecreme bedecken. Das letzte Drittel des Erdbeerpürees als Muster obendrauf verteilen. Das Tiramisu mindestens eine Stunde (am besten aber einige Stunden) in den Kühlschrank stellen.

Erdbeer-Tiramisu

☆ Mara

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Life is full of strawberry goodies!!!

Die Erdbeersaison muss man ausnutzen:

Erdbeer Galette aus Dinkel-Vollkorn-Teig

Erdbeer Galette aus Dinkel-Vollkorn-Teig

Panna Cotta Tarte mit Erdbeere

Panna Cotta Tarte mit Erdbeere

Erdbeer-Holunder-Törtchen

Erdbeer-Holunder-Törtchen

Fluffige Kirschrolle aus Biskuit

Fluffige Kirschrolle aus BiskuitKuchen. Ich mag Kuchen. Nein, ich liebe Kuchen! Schon immer, für immer. Aber so ein Kuchen kann einem unverhofft an einem ursprünglich ruhigen Abend durchaus schon mal den letzten Nerv rauben.

Ja, auch geübten Bäckern wie mir (ich behaupte jetzt zumindest einfach mal, dass ich in der Küche und beim Backen so einigermaßen gut klar komme…), geht nicht immer alles so leicht von der Hand wie es manchmal scheint. Warum mich diese Kirschrolle an einem Samstag Abend vor kurzem nahezu in den Wahnsinn getrieben hat, das verrate ich Euch…

Es war – wie bereits erwähnt – ein Samstag. Ich schlenderte gerade unsere Straße hinunter, von meinen Eltern kommend, als mich das 5-Jährige Nachbarskind (wirklich ein aufgewecktes Zuckerstück von Mädel), das gerade draußen spielte, abpasste und fragte was ich denn so mache. Ich erzählte ihr von meinem Tagesplan und davon, dass ich später noch zwei Kuchen backen wolle. Als mich in diesem Moment große Augen anguckten, sagte ich ihr, sie könne gerne mit mir zusammen backen. Sie sagte zu und verschwand im Haus ihrer Eltern.

Kurz drauf rief mich ihre Mom an und erzählte mir, sie hätte ein quengelndes Kind vor sich, das behauptet, es würde heute Abend noch Kuchen backen und zwar mit mir. Ich lachte und sagte, dass das stimme, sie könne sie gerne rüberschicken und dann legen wir los und rocken die Küche. Gesagt, getan.

Zu zweit fingen wir an zu backen. Und zu plaudern. Wir plauderten so dermaßen viel, dass unser erster Schokoboden von unserem Chocolate Cherry Cheesecake, den es hier auf dem Blog diese Woche ebenfalls gab, total für die Katz war, weil er uns verbrannte. Ok, war nicht schlimm, wir sind ja flexibel und beschlossen kurzerhand einen neuen Boden zu machen. Tja, war eine tolle Idee, theoretisch, wenn uns die Kekse nicht ausgegangen wären… Nur gut, dass meine Eltern vier Häuser weiter wohnen und Mom alles immer vorrätig hat. Wir liefen schnell vor, um eine neue Packung Kekse zu holen und trafen dort bei meinen Eltern auch auf “Mama Zuckerstück”, die – nachdem die Tochter zum Backen und der Mann zum Tennis ausgeflogen war – beschlossen hatte, dass sie mit Mama und Papa Hörner nun einen Sekt trinkt. Sprich, sie saßen gemütlich auf der Terrasse beisammen und tranken ein Gläschen. Wir jedenfalls holten die Kekse und verschwanden wieder in meiner Küche. Der zweite Schokoboden gelang uns übrigens dann auch wunderbar.

Weiter im Backprogramm gings mit der Biskuitrolle. Der Teig dafür wurde toll und schmeckte fantastisch! Nur zu doof, dass wir auch diesen verbrennen ließen, weil wir vor lauter Quatschen die Zeit vergessen hatten und sich der Biskuit im zweiten Backofen einen Stock tiefer befand, weil der erste Ofen im EG schon mit dem Cheesecake belegt war. Tja, aus den Augen aus dem Sinn… der Biskuitteig war schwarz geworden. Ok, auch diesen machten wir deshalb nochmal. Und auch hier klappte zumindest dann der zweite Anlauf.

Mein erstes Fazit von diesem Abend war  übrigens, dass man auch mit 5-Jährigen intelligenten Kids stundenlang quatschen und die Zeit vergessen kann.

Fluffige Kirschrolle aus Biskuit

Nun gut, die Kleine musste aber irgendwann ins Bett, und ich machte mich daran, die Füllung für die Biskuitrolle zu fertigen. Da es mittlerweile ziemlich spät war und ich eigentlich nur noch ins Bett wollte, übermannte mich die Ungeduld. Und anstatt zu warten bis die Gelatine der Füllung anfängt festzuwerden bevor ich die Rolle fülle, beschloss ich, dem Biskuitding sofort die Füllung zu verpassen. Zweites Fazit dieses Abends: Eine zu flüssige Füllung einer Biskuitrolle macht sich gerne selbständig und fließt davon.

Es half nichts, trotz mehrerer erbärmlicher Versuche, die Füllung händisch IN der Rolle zu halten, floss es davon. Alles. Oh Mann, dabei wollte ich doch nur endlich fertig werden und ins Bett flüchten. Aber es half ja nix. Auch das Füllen wurde somit ein zweites Mal gemacht. Beim nächsten Versuch wartete ich also bis die Füllung anfing festzuwerden und irgendwann sah die Biskuitrolle dann auch wie eine Biskuitrolle aus. Hallelujah. Ab ging´s in den Kühlschrank für den Kuchen und für mich ins Bett. Meine Nerven waren nämlich bereits am Ende ihrer Strapazierfähigkeit angelangt.

Drittes und letztes Fazit dieses Abends: Biskuitrollen und ich werden so schnell nach wie vor keine Freunde, auch wenn dieses Exemplar zu guter letzt nicht nur fantastisch aussah (nachdem es am nächsten Tag noch in mühevoller Arbeit mit Buttercreme eingestrichen und mit Kirschen und Schoki verziert worden war), sondern noch viel fantastischer schmeckte!

Fluffige Kirschrolle aus Biskuit

Das Rezept für die Kirschrolle aus Biskuit:

Für den Biskuitteig:

4 Eier
1 Prise Salz
175 g Zucker
100 g Mehl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver

Für die Füllung:

250 g Magerquark
80 g Zucker
75 g Puderzucker
130 g cremiger Naturjoghurt
6 Blatt Gelatine
5 Esslöffel Kirschsaft
200 g Sahne
100 g abgetropfte Kirschen aus dem Glas (Schattenmorellen)

Für die Creme:

700 ml Milch
2 Päckchen Vanillepuddingpulver
100 g Zucker
300 g weiche Butter
50 ml Kirschsaft

Zudem:

frische Kirschen zum Dekorieren
50 g Zartbitterkurvertüre zum Dekorieren

Fluffige Kirschrolle aus Biskuit

Den Backofen auf 180 °C Umluft (200 °C Ober – / Unterhitze) vorheizen.

Für den Biskuit zunächst die Eier trennen. Das Eiweiß mit der Prise Salz und der Hälfte des Zuckers leicht steif schlagen (nicht zuuuu steif. Wenn man mit einem Löffel eine Spitze zieht sollte die noch in sich zusammenfallen). Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker schaumig schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und dazurühren. Nun noch den Eischnee unterheben. Den Biskuitteig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verstreichen und ca. 10 – 12 Minuten backen. Sodann den Biskuitteig mit dem Backpapier nach oben auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen. Ein klein wenig auskühlen lassen, das Backpapier entfernen und den Teig mit Hilfe des Tuchs zu einer Rolle aufrollen. Aufgerollt komplett auskühlen lassen, das verhindert, dass der Teig später beim Aufrollen zur Biskuitrolle reißt.

Fluffige Kirschrolle aus Biskuit

Für die Füllung den Magerquark mit dem Zucker, dem Puderzucker und dem Joghurt mischen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und anschließend in dem Kirschsaft leicht erwärmen bis sie sich verflüssigt (sie darf keinesfalls kochen! Sonst wird die Füllung später nicht fest!). Nun zwei Esslöffel der Quarkmasse zur Gelatine rühren, erst anschließend zur restlichen Masse rühren. Das langsame Vermischen mit der kühlen Quarkmasse dient dazu, dass sich die Gelatine vorsichtig an die kalte Temperatur gewöhnt, tut sie das nämlich nicht, wird die Füllung später ebenfalls nicht fest. Nun noch die Sahne steif schlagen und unterheben.

Jetzt kommt der wichtige Teil, den ich wegen Ungeduld gerne verkürze, später dann aber leider auch den Ärger habe, wenn die Füllung noch zu flüssig ist: Die Masse kaltstellen bis sie beginnt zu gelieren (das kann schon etwas dauern, vielleicht so 10 – 20 Minuten), erst dann den Biskuit vorsichtig auseinanderrollen und gleichmäßig mit der Füllung bestreichen (hat die Masse nämlich noch nicht begonnen zu gelieren, fließt sie euch aus der Rolle wieder davon. So wie bei mir zuerst :-( Deshalb also wirklich so lange warten bis sie anfängt leicht fest zu werden. Die abgetropften Kirschen auf der Füllung verteilen und die Rolle wieder zusammenrollen. Nun mindestens 4 Stunden kühlstellen.

Fluffige Kirschrolle aus Biskuit

Nun noch die Creme zum Bestreichen der Rolle herstellen. Dafür mit der Milch, dem Puddingpulver und dem Zucker einen Pudding nach Anleitung kochen (nur eben lediglich mit 700 ml Milch). Den Pudding heiß in ein Gefäß füllen und mit einer Frischhaltefolie abdecken. Die Folie soll den Pudding direkt berühren, damit sich keine Haut bildet. Sobald der Pudding abgekühlt ist schlägt man die weiche Butter cremig auf und gibt den Pudding esslöffelweise dazu. So lange schlagen bis eine cremige Konsistenz entsteht. Zum Schluss noch den Kirschsaft unter Rühren langsam einfließen lassen bis eine hellrosa Farbe entstanden ist.

Die Rolle gleichmäßig mit der Buttercreme einstreichen und mit einem Esslöffel leichte “Spitzen ziehen”, sprich, die Creme soll auf der Oberfläche nicht glatt sein, sondern soll uneben geformt werden, damit es aussieht wie auf den Fotos.  Die Biskuitrolle mit den frischen Kirschen belegen. Nun noch die Zartbitterkuvertüre in einem Wasserbad oder im Mikro bei niedriger Wattzahl bzw. die Glasur nach Anleitung erwärmen, schmelzen und kreuz und quer über der Kuchenoberfläche und den Kirschen verteilen. Ich mache das ebenfalls mit einem Esslöffel.

Kühl stellen und am besten auch gekühlt servieren.

Fluffige Kirschrolle aus Biskuit

☆ Mara

Life is full of cherry goodies!!!

Fruchtige Rezepte gibt´s hier:

Apfelkäsekuchen mit Knusperkruste

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Erdbeermarmelade mit Mini-Schuss

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Erdbeer Galette aus Dinkel-Vollkorn-Teig

Erdbeer Galette aus Dinkel-Vollkorn-Teig